Melk

Erstellt am 27. April 2017, 02:17

von Markus Glück

Sommerspiele: „Wollen nicht mit Blutorgie enden“. Am 2. Mai starten Proben für „Bartholomäusnacht“ und Musikrevue „Birdland“. Bühnenaufbau erfolgt Ende Mai.

Publikumsliebling Katharina Stemberger ist in der „Bartholomäusnacht“ als Katharina von Medici zu sehen.  |  Daniela Matejschek

Wann wird Religion zum politischen Machtinstrument und wie kann eine Vision des friedlichen Miteinanders aussehen? Dieser brisanten Fragestellung nehmen sich die Sommerspiele Melk an und bringen anlässlich 500 Jahre Reformation die „Bartholomäusnacht“ auf die Bühne der Wachauarena.

Seit vergangenem September arbeitet der künstlerische Leiter Alexander Hauer gemeinsam mit Stephan Lack an dem Stück. „Vor allem den zweiten Teil haben wir massiv verändert. Wir wollen nicht mit einer Blutorgie enden“, so Hauer. Für den umtriebigen künstlerischen Leiter ist es aber wichtig, vor allem den gesellschaftspolitischen Anspruch zu zeigen. „Die Frage des friedlichen Zusammenlebens von unterschiedlichen Religionen ist heute brandaktuell“, meint Hauer.

„Die Frage des friedlichen Zusammenlebens von unterschiedlichen Religionen ist heute brandaktuell.“Alexander Hauer

Bevor es dann Ende Mai auf die Wachaubühne geht, wird bereits Anfang Mai in Wien geprobt. Zeitgleich erfolgt auch der Aufbau des Bühnenbildes, über das Hauer aktuell noch nicht zu viel verraten möchte.

Parallel laufen auch die Vorbereitungen für die Musikrevue „Birdland“. Aus rund 200 Songs wählte Hauer mit seinem Team 40 Lieder aus, die gemeinsam eine Geschichte erzählen. In diesem Jahr mit dabei: Conny Mooswalder, Gewinnerin der ORF-Castingshow „Helden von morgen“, die auch bereits auf einen Nummer-Eins- Hit in den Charts verweisen kann.