Erstellt am 05. Juli 2016, 04:00

von NÖN Redaktion

Erste Berufsmesse für geflüchtete Menschen. Erste Berufsmesse für geflüchtete Menschen, mitorganisiert von Leo Widrich, in Wien.

Leo Widrich (M.) mit Bruder Simon und Mama Angelika, die vor Ort bei der Berufsmesse mithalfen.  |  Franz Gleiß

3.500 Besucher sind am Mittwoch ins Museumsquartier zu chancen:reich, der ersten Jobmesse für geflüchtete Menschen, gepilgert. Diese wurde vom Verein „Chance Integration“ organisiert – einer der Initiatoren ist der Melker Leo Widrich. Rund 50 Unternehmen und 20 Beratungsorganisationen waren vor Ort. Mehr als 1.000 Stellen in diversen Branchen – darunter auch Ausbildungsplätze und Praktika – galt es zu vergeben. Gleich 900 Bewerbungsgespräche wurden vor Ort im Lauf des Messetages geführt.

„Arbeit ist ein Schlüsselfaktor“

Neben den Bewerbungsgesprächen – Unternehmen und Bewerber wurden zum Teil bereits von den Organisatoren im Vorfeld nach Angebot und Qualifikation zusammengestellt – konnten sich die Messebesucher etwa auch zu vielen Fragen um den Berufseinstieg beraten lassen. Etwa wurden Lebenslauf-Checks und Bewerbungstrainings angeboten.

„Im Schulterschluss mit Österreichs führenden Unternehmen haben wir gemeinsam ein Zeichen für Integration gesetzt. Arbeit ist ein Schlüsselfaktor dafür. Die ersten Erfolge sind zu sehen. Bereits auf der Messe kam es zu zahlreichen Jobvermittlungen. Einige BewerberInnen treten noch diese Woche eine Stelle an“, erzählen die Initiatoren der Messe Stephanie Cox und Leo Widrich.

900 Bewerbungsgespräche mit geflüchteten Menschen wurden vor Ort durchgeführt.  |  Franz Gleiß

Aufgrund des großen Erfolges denken die Organisatoren über eine Neuauflage der Berufsmesse für geflüchtete Menschen nach. Konkrete Anfragen gibt es aus Graz, Salzburg, Linz, Innsbruck und sogar Berlin.