Erstellt am 28. September 2015, 07:26

von Christian Eplinger

Messehalle wird Transit-Notquartier. Seit dem Wochenende ist es fix: Wieselburg ist in den nächsten Wochen ein offizielles Not-Transitquartier für Flüchtlinge.

Die beiden Wieselburger Bürgermeister Karl Gerstl (links) und Günther Leichtfried (rechts) sowie Messe-Geschäftsführer Werner Roher sind sich einige: »Wenn zu helfen ist, ist zu helfen!«. Die Messehallen 12 und 13 werden seit Montag für Not-Transitquartiere für bis zur 500 Flüchtlinge bereit gehalten. Foto: Christian Eplinger  |  NOEN, Christian Eplinger
Die Messehallen 12 und 13 (bei der großen Messe traditioneller Weise das Landwirtschaftskammer-Zentrum) steht ab Montagmittag bereit, bis zu 500 Flüchtlingen tageweise als Transitquartier unterzubringen.

„Handelt sich nicht um ein langfristiges Quartier“

„Das Land hat bei uns angefragt, ob wir Möglichkeiten für ein Transitquartier hätten. Wir haben natürlich sofort ja gesagt und unsere Bereitschaft bekundet. Denn wenn zu helfen ist, dann ist zu helfen – ohne wenn und aber“, legt Messe-Geschäftsführer Werner Roher seinen Standpunkt klar und deutlich fest.

Auch beide Wieselburger Bürgermeister – die Hallen liegen am Gebiet der Landgemeinde – stehen geschlossen hinter dem Vorhaben.

„Es handelt sich hier nicht um ein Erstaufnahmezentrum oder ein langfristiges Quartier, sondern um ein Transitquartier, wo Flüchtlinge auf der Durchreise mit dem Bus kommen und für ein bis zwei Nächte eine Schlaf- und Versorgungsstätte finden sollen“, erklärt Wieselburgs Bürgermeister Günther Leichtfried.

„Ob welche kommen oder wann, entscheidet sich aber erst ganz kurzfristig. Wir sind jedenfalls bereit, zu helfen“, sagt Messe-Geschäftsführer Werner Roher.

Scheibbser Rotes Kreuz hat Hotline eingerichtet

Die Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge vor Ort übernimmt das Rote Kreuz. Auch die Caritas der Diözese St. Pölten hat ihre Bereitschaft bereits bekundet ähnlich wie im Wirtschaftshof St. Pölten, der seit zwei Wochen als Not-Transitquartier dient, die Spenden- und Freiwiligen-Koordination zu übernehmen.

„Wir koordinieren über unsere Facebook-Seiten alle Spenden und auch die Freiwilligenarbeit. Die Hilfsbereitschaft ist sehr groß. Ganz schlimm ist es allerdings, wenn das nicht koordiniert und gesteuert wird“, schildert Caritas-Sprecher Karl Lahmer.

Auch das Scheibbser Rote Kreuz hat vorerst eine Hotline eingerichtet, wo man sich melden kann, wenn man Warenspenden abgeben will oder sich als Freiwilliger für gewisse Dienste wie Essensausgabe oder ähnliches melden will.

Infos:

Die Hotline des Roten Kreuzes für das Transit-Notquartier in Wieselburg: 059144/68088.
Die Facebook-Seite der Caritas der Diözese St. Pölten erreichen Sie unter:  www.facebook.com/CaritasStPoelten
Weitere Infos gibt es auch unter   www.caritas-stpoelten.at/aktuell/aktuelle-spendenaufrufe/fluechtlinge/

Mehr dazu in der dieswöchigen NÖN!