Erstellt am 18. Mai 2016, 03:04

Modernes Märchen Momo schenkte Zeit zum Nachdenken. Musik, Tanz, Sinnhaftigkeit: Generationen-Performance verzauberte 700 Besucher in der Ybbser Stadthalle.

Momo (Luisa Geyrecker) bringt den stummen Kanarienvogel zum Singen. Da staunen Wolfgang Halbmair, Bianca Reiter und »Schildkröte« Shania Reichhard bei der Premiere am Sonntag.  |  NOEN, Walter Fahrnberger
Es war ein Gewusel, die Aufregung war spürbar: Mehr bei den jungen Besuchern als bei den Darstellern auf der Bühne, obwohl diese großteils auch jung waren – die Jüngste erst sechs.

Gemeinsam wurde gesungen, gespielt, getanzt und dabei doch eine sehr ernste Geschichte erzählt: Das kleine Mädchen Momo (gespielt von Luisa Geyrecker) zeigt den Menschen, wie wichtig es ist, sich Zeit zu nehmen zum Zuhören und Spielen.

Mit diese Gabe kann Momo die Welt auch vor dunklen Mächten, den Zeitfressern, retten. Zeit nahmen sich vor allem Josef Poschenreithner und Ingrid Kleindl. Im Herbst wurde die Idee geboren, seit Februar geprobt und gemeinsam mit einem großen Team Bühne, Kostüme und Inszenierung kreiert. Wer einmal eine Kinderschar stundenlang beschäftigt hat, weiß, was das bedeutet!

Auffallend war der bunte Mix: Mehrere Generationen und Nationen brachten ein Gemeinschaftsprojekt auf die Bühne, das seinesgleichen sucht. Die „Zeitfresser“ dürfte bei der Premiere das Gewissen gedrückt haben: Sie schenkten dem Publikum ein Stück Lebenszeit, indem sie den Text kürzten ...

Rund 80 Mitwirkende aus den Pfarren Ybbs und Säusenstein und den Schulen haben sich engagiert. Der Reinerlös kommt dem Förderverein der ASO SPZ Ybbs zugute.