Erstellt am 05. Januar 2016, 05:03

von Jürgen Scheuchelbauer

Müllgebühren hui – Mülltrennung pfui. Die Müllgebühren bleiben auch 2016 unverändert. Die falsche Trennung des Mülls bereitet allerdings Sorgen. ,

Geschäftsführer Alois Hubmann (v. l.) und Obmann Martin Leonhardsberger des GVU in Mank hoffen auf eine bessere Mülltrennung im Jahr 2016.  |  NOEN, GVU

Hinsichtlich des Mülls gibt es im Bezirk sowohl eine gute als auch eine schlechte Nachricht. Positiv für 2016 ist, dass die Müllgebühren unverändert bleiben, obwohl Löhne, Transporte und Verbrennungskosten steigen.

Qualität der Mülltrennung nimmt deutlich ab

Grund dafür ist laut dem Obmann des Gemeindeverbands für Umweltschutz und Abgabeneinhebung (GVU) Bürgermeister Martin Leonhardsberger der sparsame Umgang mit den eigenen Ausgaben:

„Wir haben eine sehr sparsame und kosteneffiziente Verwaltung und eine Wiederverwertungsquote von über 70%“, erklärt der Obmann. Dennoch wird es in Zukunft schwer sein, dieses Niveau zu halten. Nicht zuletzt deshalb, weil die Qualität der Mülltrennung im Bezirk deutlich nachlässt. „Einerseits nimmt der Kunststoffanteil in der Biotonne zu, andererseits sind noch ca. 15 % Bio-Müll in der Restmülltonne zu finden. Dies müssen wir 2016 verbessern“, so Leonhardsberger.

Bei der korrekten Trennung und Erfassung von Alttextilien und Elektrogeräten ist im Bezirk ebenfalls Luft nach oben. Nur 50% der alten Elektrogeräte werden gesammelt wiederverwertet. Bei den Alttextilien sind es sogar nur 33%.

Höhere Wiederverwertung von Elektrogeräten wichtig

Der Rest findet sich im Müll wieder und wird verbrannt. Vor allem bei den Elektrogeräten wäre eine höhere Wiederverwertung wichtig, enthalten diese doch wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Aluminium, Gold, Tantal, Lithium und Indium. „Wir benötigen diese Rohstoffe dringend, da diese nur begrenzt in der Natur vorhanden sind“, erklärt Leonhardsberger. Richtig wäre es, die Textilien und Geräte in Altstoffsammelzentren zu bringen.

Diese sind im Bezirk Melk an je einem Wochentag bis 19 Uhr geöffnet und jene in Pöchlarn und Persenbeug haben auch samstags offen. Auch der richtige Einkauf steht in Verbindung mit dem Umweltschutz.

Ob beispielsweise ein Produkt wiederverwertbar ist oder ob unbedingt ein Plastiksackerl zum Transportieren benötigt wird, sind zentrale Fragen. Für den Geschäftsführer vom GVU Melk Alois Hubmann sind drei Aspekte wichtig, um nachhaltig einen Beitrag für die Umwelt zu leisten: Verzicht auf Plastik, richtige Mülltrennung und die Wiederverwertung von Altstoffen.

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