Erstellt am 01. Dezember 2016, 05:18

von Anna Faltner

Kicken für sozialen Zweck. Der Hobbyklub „1. FC Kaiserbier Münichreith“ unterstützte auch heuer wieder behinderte Menschen. Seit der Vereinsgründung wurden mehr als 400.000 Euro gespendet.

Scheck-Übergabe in St. Oswald: Franz Rausch (h. v. l.), Martin Mittmasser, Manuela Rausch, Ortschefin Rosemarie Kloimüller; Franz Weiß (v. v. l.) und Raphael Rausch.  |  NOEN, privat

Seit 28 Jahren ist der „1. FC Kaiserbier Münichreith“ bekannt dafür, Personen, die Hilfe benötigen, zu unterstützen. Auch das Jahr 2016 schließt der Verein erfolgreich ab: 21.350 Euro übergaben Obmann Franz Weiß und sein Team an insgesamt zehn Familien.

Der letzte und betragsmäßig höchste Scheck in diesem Jahr im Wert von 7.000 Euro ging an Raphael Rausch aus St. Oswald. Raphael leidet unter Zerebralparese, einer Bewegungs- und Haltungsstörung. Nach mehreren Therapien zeigen sich mittlerweile aber schon große Fortschritte.

Zurück zum Anfang: Denn begonnen hat alles beim Kartenspielen in Münichreith. Dort beschlossen die Kartenspieler, private Fußballspiele auszutragen. Kurz darauf kam Franz Weiß die Idee, die Spiele als Benefiz-Veranstaltungen zu organisieren und startete die erste Tombola.

50 aktive Mitglieder

Heute zählt der „1. FC Kaiserbier Münichreith“ 50 aktive Mitglieder (inklusive Spielerfrauen). Engagement und Ehrgeiz der Vereinsmitglieder sind in den letzten Jahren jedoch deutlich zurückgegangen, wie Obmann Franz Weiß feststellen muss. Außerdem hegt er schon seit Längerem den Wunsch, sein Amt als Obmann an einen würdigen Nachfolger abzutreten. Dieser muss aber erst gefunden werden. „Es ist sehr schwierig, jemanden zu finden. Die Latte liegt hoch, es steckt viel Einsatz dahinter“, betont Weiß. Die Zukunft des Vereins entscheidet sich im nächsten Jahr.

Neue Sozialprojekte für 2017 in Planung

Das Budget für seine Sozialprojekte bekommt der Verein in erster Linie durch Benefiz-Veranstaltungen mit Tombolapreisen, durch Werbetransparente sowie durch freiwillige Spenden. Für den 59-jährigen Obmann ist es natürlich wünschenswert, wenn sich der Verein weiterhin für bedürftige Familien einsetzen würde. Immerhin plant er schon fleißig an zwei weiteren Sozialprojekten für das kommende Jahr.