Erstellt am 22. September 2015, 07:50

von Walter Fahrnberger

Neues Leben im Haus des Wilderers. Zwei Jahre nach der Tragödie ist das Haus von Alois Huber renoviert. Der Besitzer: „Wir fühlen uns wohl hier.“

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Vergangenen Donnerstag jährte sich die „Tragödie vom Annaberg“ zum zweiten Mal. Am 17. September 2013 hatte der Wilderer Alois Huber vier Menschen getötet, ehe er sich in seinem Haus in Großpriel bei Melk selbst gerichtet hat.

Mittlerweile wurde die gesamte Liegenschaft von Masseverwalter Johann Huber aus Melk verkauft. Er hat vor wenigen Wochen nun auch das gesamte Konkursverfahren abgeschlossen (siehe unten): „Ich bin froh, dass der Käufer aus der Region kommt und dass er die Eltern von Alois Huber respektiert, damit auch ihr lebenslanges Wohnrecht gewahrt bleibt“, betont Masseverwalter Johann Huber.

Alle drei offiziellen Angebote für die Wilderer-Villa waren von Bietern aus der Region. Das Höchstgebot hat den Zuschlag erhalten. Dass Strohmänner für TV-Stationen auch das Haus kaufen wollten, hat Johann Huber auch nur gerüchteweise gehört. Anfragen für Filmaufnahmen gab es von deutschen TV-Sendern aber genug. Diese hat der Masseverwalter aber alle abgelehnt.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem neuen Haus“

Mittlerweile ist wieder Leben in die ehemalige Villa des Wilderers eingekehrt. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wurde das Heim von den neuen Eigentümern zwischenzeitlich auch schon bewohnt.

Der Käufer des Hauses will zwar anonym bleiben, nimmt im NÖN-Gespräch aber erstmals Stellung: „Das Areal ist wieder neu belebt. Wir sind sehr zufrieden und fühlen uns wohl hier.“

Dennoch hofft der neue Eigentümer, dass jetzt einmal Ruhe einkehrt. „Nach wie vor kommen sehr viele Schaulustige, um das Haus zu fotografieren. Erst am Wochenende war wieder jemand da.“