Erstellt am 04. Juli 2017, 05:00

von Markus Glück und Claudia Christ

SPÖ: Zweites Mandat als Ziel im Mostviertel. SPÖ, FPÖ und Grüne nominieren ihre Kandidaten für die Listenplätze im Regionalwahlkreis.

Alfred Rammelmayr (l.) und Alois Schroll (r.) gratulierten Ulrike Königsberger-Ludwig zur Wahl als Spitzenkandidaten für den Regionalwahlkreis Mostviertel.  |  SPÖ

Im Rahmen der Wahlkreiskonferenz der SPÖ für die Nationalratswahl ernannten die Sozialdemokraten die Amstettner Abgeordnete zum Nationalrat Ulrike Königsberger-Ludwig abermals zur Spitzenkandidatin für den Regionalwahlkreis 3c.

Mit dem Ybbser Bürgermeister Alois Schroll auf dem zweiten Platz will die SPÖ ein weiteres Mandat im Mostviertel holen, am dritten Platz folgt Elisabeth Asanger aus Amstetten. Weitere Kandidaten aus dem Bezirk Melk sind die Melker Gemeinderätin Cifci Cigdem (Platz 5), Bezirks-Chef Günther Sidl (Platz 8) und die Marbacher Vizebürgermeisterin Renate Hebenstreit (Platz 11).

Lorenz Weldschek (Grüne) kandidiert auf dem zweiten Listenplatz im Mostviertel.  |  privat

Der Ybbser Stadtchef, der mit 100 Prozent Zustimmung gewählt wurde, legt bei seinem Wahlprogramm vor allem einen Fokus auf den Plan A von Bundeskanzler Christian Kern: „Mir liegt das Thema Sicherheit besonders am Herzen. Kern sieht in seinem Plan A 2.500 neue Polizeiposten vor. Davon möchte ich 28 neue Polizisten für unseren Bezirk.“

Besonders für die Regionen rund um die Autobahn sei eine Aufstockung des Personals besonders wichtig, so Schroll. Bei der Frage, ob es für ein Mandat reichen wird, zeigt sich der Stadtchef optimistisch: „Ich habe bisher viele durch meine Arbeit und meinen Einsatz überzeugt. Ich bin daher optimistisch.“ Nach der Nominierung will Schroll aber nicht gleich in den Wahlkampfmodus wechseln.

„Die Leute sollen die Ferien genießen. Ich werde jetzt nichts anderes tun, als die letzten Monate und Jahre auch“, erklärt der Ybbser. Kämpfen für ein Bezirks-Mandat will auch Bezirkschef Günther Sidl: „Es geht uns darum, dass die Bevölkerung noch stärker vertreten werden kann.“

Ich habe bisher viele durch meine Arbeit überzeugt. Ich bin daher optimistisch, dass es mit einem Mandat klappt.“Alois Schroll, Bürgermeister

Ebenso wie die SPÖ wählten auch die Grünen ihre Kandidaten für den Regionalwahlkreis. Als Spitzenkandidat geht Gemeinderätin Monika Oberradter aus St. Valentin ins Rennen. Auf dem zweiten Platz folgte der erst 23-jährige Pöchlarner Gemeinderat Lorenz Weldschek. Auf Platz fünf folgt die Melker Gemeinderätin Heidi Niederer.

Für Weldschek, der seinen Wahlkampf großteils über die sozialen Medien bestreiten möchte, stehen Grund- und Menschenrechte und die individuelle Freiheit im Fokus.

Auf dem dritten Platz der FPÖ: Richard Punz aus Ruprechtshofen.  |  privat

„Die Behörden sollen die ihnen bereits zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzen und ihre Energie in die Prävention bestimmter Gruppen mit krimineller Energie stecken, anstatt unbescholtenen Bürgern die Privatsphäre zu nehmen“, bekräftigt der Student. Für ein Grundmandant wären 25.000 Stimmen nötig. „Bei der letzen Wahl erreichten wir im Mostviertel 14.500 Stimmen. Das wollen wir wieder erreichen“, so Weldschek.

FP-Spitzenkandidatin für den Wahlkreis ist Edith Mühlberghuber (Bezirk Amstetten). Dahinter folgen Reinhard Teufel (Bezirk Scheibbs) und Richard Punz aus Ruprechtshofen. „Wir haben bei der letzten Wahl auch ein Direktmandat erreicht. Dieses wollen wir bei der kommenden Wahl absichern. Besonders einsetzen will sich Punz in Zukunft in der Familien-, Arbeits- und Budgetpolitik: „Für mich ist generationsgerechtes Wirtschaften sehr wichtig, da ich selbst noch relativ jung bin.“