Erstellt am 05. November 2015, 05:17

ÖBB bauen Kanal. /Die ÖBB übernehmen volle Verantwortung für defektes Versitzbecken und erstellen Hochwasserschutz. Kosten: 900.000 Euro.

Gemeinderat Gebhard Faffelberger und Bürgermeister Bernhard Kerndler freuen sich über die tolle Zusammenarbeit mit den ÖBB.  |  NOEN, Faltner

Im Sommer 2013 hatte die Gemeinde mit heftigen Unwettern zu kämpfen. Verschlammte Keller und Unterführungen, die 1,80 Meter unter Wasser standen, waren die Folge. Schnell war klar, dass nicht nur die Unwetter schuld an den Schäden waren.

Oberflächenentwässerung war defekt

Im Zuge des Eisenbahntunnelbaus Anfang der 90er-Jahre legten die ÖBB neben der Bahnanlage ein Wasserversitzbecken an. 2013 entdeckte die Gemeinde, dass die Oberflächenentwässerung von den Kanälen nicht mehr funktionierte. Die ÖBB übernahmen dafür die volle Verantwortung und gaben den Kanalbau in Auftrag. Anfang Oktober dieses Jahres startete der Bau des 600 Meter langen Kanals. Dieser führt das Wasser, welches im Versitzbecken gesammelt wird, ins Ausgleichsgerinne der Donau ab. Die Kosten von insgesamt 900.000 Euro übernehmen zu 85 % die ÖBB. Von den verbleibenden 15 % für die Gemeinde zahlt das Land Niederösterreich 80 %. „Wir sind sehr froh, dass die ÖBB die Verantwortung übernehmen, das Projekt organisiert haben und jetzt auch reibungslos umsetzen“, erzählt der geschäftsführende Gemeinderat Gebhard Faffelberger. Laut ÖBB sollen die Bauarbeiten dieses Jahr noch beendet werden. Auch Bürgermeister Bernhard Kerndler ist sehr zufrieden mit dem aufwendigen Projekt: „Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit den ÖBB, und dass wir für zukünftige Unwetter wieder gerüstet sind.“

Auch die Firma Rath erlitt 2013 enorme Schäden. Daher soll im kommenden Jahr im Bereich der Firma und des Kindergartens ein Rückhaltebecken erstellt werden. Ein zusätzlicher Kanal soll das Wasser von dort ebenfalls ins Ausgleichsgerinne der Donau ableiten.