Erstellt am 15. April 2016, 11:28

von Walter Fahrnberger

ÖVP Ybbs: "Es gibt keine Obfrau-Diskussion". Nach außen hin steht die Ybbser Volkspartei noch hinter Bärbel Fichtl. Innerparteilich dürfte es anders aussehen.

Bärbel Fichtl  |  NOEN, privat

Der Alleingang von VP-Obfrau Bärbel Fichtl mit einer Kritik an SPÖ-Bürgermeister Alois Schroll hat in der Ybbser Stadt-ÖVP für heftige Diskussionen gesorgt (die NÖN berichtete). Parteimitgliedern zur Folge kam es bei einer Sitzung danach zu heftigen Wortwechseln.

Vor allem die Stadträte Ewald Becksteiner und Harald Ebert waren mit dieser Vorgangsweise Fichtls nicht zufrieden. „Wir haben Klartext geredet“, sagt Becksteiner. Das hat aber schon einmal nicht  – wie gewünscht – gefruchtet. Dennoch stellt Becksteiner klar: „Es gibt keine Obfrau-Diskussion.“

Laut Insidern sind es immer weniger in der Partei, die Fichtl den Rücken stärken. Die Psychologin führt seit einem halben Jahr die Ybbser VP an, sitzt aber nicht im Gemeinderat. Auf die Frage, ob sie angezählt sei, betont Becksteiner: „Mag sein, aber ich will keinen Streit mehr.“ Er selbst stünde ohnehin nach wie vor als Obmann nicht zur Verfügung.

Fichtl selbst sieht hingegen eine „breite ÖVP“ hinter sich, gibt aber zu, dass auch sie in einem Lernprozess steckt. Doch der nächste Zoff dürfte vorprogrammiert sein. Fichtl kritisiert den Gemeinderatsbeschluss für ein neues Stadtwappen. Für Becksteiner ist das aber „nicht der Rede wert ....“