Erstellt am 15. September 2015, 07:39

von Walter Fahrnberger

Transitflüchtlinge im IQ-Möbel-Areal?. Gerüchten zur Folge könnten bald 450 Flüchtlinge in den leeren Lagerhallen in Persenbeug untergebracht werden.

In den leer stehenden Hallen von Franz Sonnleitner in Persenbeug könnten bald Flüchtlinge untergebracht werden.  |  NOEN, Foto: Fahrnberger

Vom Rotkreuz-Bezirkssprecher Hannes Haberfellner hat er erfahren, dass in die leeren Lagerhallen des ehemaligen IQ-Möbel-Areals Transitflüchtlinge kommen könnten. Konkretes über Anzahl und Zeitpunkt hatte der Bürgermeister auch am Montagnachmittag noch nicht erfahren. Gerüchten zur Folge war von bis zu 450 Personen die Rede.

Für Montagabend hatte Mitmasser den gesamten Gemeinderat, Rotes Kreuz und ASBÖ sowie engagierte Gemeindebürger, die eigentlich im kleinen Rahmen Hilfe überlegt haben, zu einem Treffen geladen. „Ich möchte die Diskussion auf breite Basis stellen.“ Mitmasser macht aber auch kein Hehl daraus, dass er mit der Vorgehensweise nicht zufrieden ist. 

„Wir wollten eine sozial verträgliche Lösung, die von Privatpersonen mitgetragen wird. Jetzt wird uns das vor den Latz geknallt und wir haben keine Zugriffsmöglichkeiten.“ Abgesehen davon, dass bis dato niemand sagen konnte, ob jetzt wirklich Flüchtlinge kommen bzw. wie viele es genau sein werden. Die Entscheidung darüber wird laut Hannes Haberfellner frühestens in der Nacht auf Dienstag (Anm.: nach Redaktionsschluss) fallen.

Besitzer: „Nicht gegen Willen der Gemeinde“

Der Eigentümer der Hallen, Franz Sonnleitner, betonte im NÖN-Gespräch, er wisse „nichts Konkretes, außer, dass die Hallen auf der Liste möglicher Quartiere geführt werden. „Ich stehe dem aber positiv gegenüber, weil die Hallen leer und nicht direkt im Ortszentrum sind. Da es sich um Transitflüchtlinge handeln würde, wäre das ohnehin nur auf Zeit. Gegen den Willen der Gemeinde tu ich mir das aber nicht an“, schwächt Sonnleitner ab.

Sollte die Thematik konkreter werden, will die Gemeinde Persenbeug noch im Lauf der Woche eine Bürgerinformation veranstalten. Zuerst müssen von oberster Stelle die Fragen geklärt werden. Von sozialer Verträglichkeit kann bei einer möglichen Anzahl von 450 Flüchtlingen keine Rede mehr sein. Um die Quote von 1,5 Prozent zu erfüllen, würde die 2.233 Einwohner-Gemeinde lediglich 34 Flüchtlinge aufnehmen müssen.

Gemeinsam will sich Persenbeug jetzt dieser Thematik annehmen. „Wir hätten vom Dorferneuerungsverein schon Körperhygieneartikel und Sachen für Traiskirchen gesammelt. Die werden wird jetzt hier verwenden“, erklärt Christa Kranzl.