Erstellt am 06. Oktober 2015, 05:02

von Gerald Götsch

Reihenhäuser stehen bereit. Nun ist es fix: Die Wohngenossenschaft Alpenland und Diakonie Flüchtlingsdienst bringen ab Anfang November sechs syrische Familien nach Pöggstall.

Viele der Alpenland-Reihenhäuser stehen in Pöggstall leer. Ab Anfang November sollen nun sechs syrische Familien einziehen.  |  NOEN, Götsch

Bereits im April wurden die ersten Pläne von Alpenland und der Diakonie präsentiert,

Flüchtlingen leerstehende Alpenland-Reihenhäuser im Pöggstaller Ortszentrum zur Verfügung zu stellen. Nach Protesten der Bevölkerung (Flüchtlinge hätten billiger gewohnt als Heimische) machte die Genossenschaft einen Rückzieher. Das Projekt „Integrationswohnen“ wurde verschoben, lange Zeit gab es einen Informationsstopp (die NÖN berichtete).

Nun scheinen anhaltende Verhandlungen ein Ergebnis gebracht zu haben. Vergangene Woche wurde erstmals Pöggstalls Bevölkerung per Gemeindeaussendung über die neuen Pläne informiert. Auffällig dabei: Viel hat sich zu den April-Plänen nicht geändert.

So sollen insgesamt bis zu 36 Syrer (sechs Familien) schrittweise ab Anfang November in die Anlage ziehen, diesmal allerdings zu den gleichen Konditionen wie Einheimische. Die Bewohner sollen laut Alpenland und Diakonie asylberechtigt sein, das heißt, sie dürfen unbefristet in Österreich bleiben.

Frage der Betreuung noch offen

Die Finanzierung der Wohnungen müssen die Familien, mit Unterstützung der Diakonie, selbst übernehmen. Offen bleibt weiterhin die Frage der Betreuung. „Es wird ein Treffen mit Bürgermeisterin Margit Straßhofer geben, wo wir einige Fragen klären werden“, so Eva Surma von der Diakonie Flüchtlingsdienst, die für die Integrationsunterstützung zuständig sein wird. Dabei sollen vor allem Fragen zu Arbeitsplatzsituation, Schul- und Kindergartenplätze oder Deutsch-Kurs-Angebote geklärt werden. „Diese Themen rund um das Alltagsmanagement sind natürlich ganz wichtig“, so Surma.

Ganz so genau scheinen die Pläne allerdings noch immer nicht zu sein. Denn Details zur Betreuung konnte weder Alpenland, noch Diakonie und Gemeinde beantworten. So bleiben bislang immer noch die selben Fragen wie im Frühjahr offen: Wird es ein Beratungszentrum geben? Wie viele Stunden werden die Familien vor Ort betreut?