Erstellt am 19. Oktober 2015, 14:11

von APA/Red

Raser auf A1 fühlte sich verfolgt. Mit bis zu 237 km/h ist am Sonntagnachmittag ein Raser auf der Westautobahn (A1) im Bezirk Melk unterwegs gewesen, der sich verfolgt gefühlt haben will und letztlich einen Unfall baute.

 |  NOEN, LPD NÖ
Zwei exzessive Tempoüberschreitungen meldete die Landespolizeidirektion NÖ auch von der Semmering Schnellstraße (S6). Zudem wurde auf dem Pannenstreifen der A1 bei St. Pölten ein Behindertenfahrzeug gestoppt.

Verfolgung durch Polizei nicht möglich

Der Audi A7 hatte bei Blindenmarkt die zulässige Höchstgeschwindigkeit geringfügig überschritten, wobei er einer Zivilstreife der Landesverkehrsabteilung auffiel. In weiterer Folge beschleunigte er laut Polizei derart, dass es im Zuge der Verfolgung mit Blaulicht und Folgetonhorn nicht möglich war, auf das Auto aufzuschließen. 237 km/h wurden jedenfalls gemessen.

Der Lenker, ein 21-jähriger Wiener, wie sich später herausstellte, überholte andere Fahrzeuge auf der dreispurigen A1 auch auf dem rechten Fahrstreifen mit mehr als 200 km/h, ehe er bei der Ausfahrt Amstetten-Ost die Autobahn zu verlassen wollte. Dabei kollidierte mit der Leitschiene. Der Mann und sein Beifahrer blieben unverletzt.

Raser kollidierte mit Leitschiene

Auf Befragung gab der 21-Jährige laut Polizei an, sich verfolgt gefühlt zu haben, weshalb er davongefahren sei. Dem Wiener, seit April 2013 im Besitz einer Lenkberechtigung, wurde der Führerschein vorläufig abgenommen.

Ein Antrag auf Überprüfung der Verkehrszuverlässigkeit und Anzeige erfolgten an die Bezirkshauptmannschaft Melk. Aufgrund der Gefährdung der körperlichen Sicherheit wurde der 21-Jährige außerdem der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.