Erstellt am 16. Mai 2017, 04:07

von Markus Glück

FP-Kritik an Islam-Ausstellung. FP-Abgeordneter Martin Huber ortet Verfehlungen. Schallaburg-Geschäftsführer Wirth spricht Einladung an Huber aus.

Harte Kritik an der diesjährigen Islam-Ausstellung der Schallaburg übt FP-Landtagsabgeordneter Martin Huber.  |  eSeL.at - Lorenz Seidler

Kein gutes Haar an der aktuellen Schallaburg-Ausstellung zum Thema „Islam“ lässt der Blindenmarkter FP-Landtagsabgeordnete Martin Huber. „Bei dieser Ausstellung wird ausschließlich das Bild des ,guten‘ Islam vermittelt, die militante, gewaltbereite politische Ausrichtung völlig ausgespart“, übt Huber Kritik.

Auch stört den FP-Politiker, dass die Rolle der Frau im Islam nicht beleuchtet wird. Schallaburg-Geschäftsführer Guido Wirth weist die Kritik an der rund eine Million Euro teuren Ausstellung zurück und betont, dass in allen acht Kapiteln der Schau auch die Rolle der Frau behandelt wird.

In der Diskussion stellt Huber auch in den Raum, dass die Islam-Ausstellung auf der Schallaburg unter Polizeischutz steht. „Wie viel muss hier der Steuerzahler für eine verfälschend ausgerichtete Ausstellung bezahlen?“, zürnt Huber.

„Eine polizeiliche Überwachung bei Auftaktveranstaltungen ist normal. Das hat es auch bei der Landesausstellung gegeben.“Guido Wirth

Nachgefragt bei der NÖ Landespolizeidirektion bestätigt Pressesprecher Johann Baumschlager, dass die Auftaktveranstaltung aufgrund der Thematik unter einer besonderen Überwachung gestanden ist. „Wir stehen in engem Kontakt mit den Veranstaltern. Wenn es einen Vorfall gibt, sind wir sofort vor Ort“, erklärt Baumschlager.

Mehr zum Thema in der aktuellen Print-Ausgabe sowie im E-Paper der Melker NÖN.