Gossam , Emmersdorf an der Donau

Erstellt am 19. August 2016, 05:00

von Markus Glück

„Zillenfahrer muss Wasser lesen können“. Feuerwehr Emmersdorf und Gossam arbeiten auf Hochtouren für Bezirks- und Landesbewerbe auf Donau.

Beim Zillentraining: Harald Himmelbauer und Ines Kranbitl. Mit im Bild: Emmersdorfs FF-Verwalter Thomas Seitner.  |  Markus Glück

Eifrig ziehen derzeit Feuerwehr-Mitglieder aus ganz Niederösterreich mit ihren Zillen eine Spur in die Donau. Grund für die rege Tätigkeit in Schallemmersdorf sind die kommendes Wochenende stattfindenden Bezirksfeuerwehr-Wasserleistungsdienstbewerbe und die Landesfeuerwehr-Wasserleistungsdienstbewerbe von 26. bis 28. August. Nach exakt zehn Jahren der letzten Austragung rückt der Ort damit bei den 60. Landesbewerben wieder in den Fokus.

2.500 Zillenbesatzungen angemeldet

Die Organisation für den Mega-Event, bei dem mehr als 2.500 Zillenbesatzungen angemeldet sind, haben die Feuerwehren Emmersdorf und Gossam übernommen. Beim Bezirks-Bewerb werden rund 1.000 Starts erwartet. 

Bis zu 30 Leute arbeiten seit drei Wochen an den Vorbereitungen beim Bewerbs- und Festgelände. „Die Planungen haben bereits im Herbst 2015 begonnen. Unser Dank gilt dabei aber auch den Melker Pionieren, die uns im Rahmen eines Assistenzeinsatzes geholfen haben, unseren Platz herzurichten“, ist Emmersdorfs FF-Verwalter Thomas Seitner im Aufbaustress.

„Wir haben ganz spezielle Bedingungen. Die Donau führt hohes Wasser und hat aktuell eine sehr hohe Fließgeschwindigkeit.“

 Thomas Seitner, Organisator

Vergangene Woche startete die Verkabelung des Festgeländes, am Wochenende der Zeltaufbau. Mit der ersten Anlieferung von Trainingszillen begannen auch die Teilnehmer ihre Trainings. „Wir haben in diesem Jahr ganz spezielle Bedingungen. Die Donau führt hohes Wasser und hat aktuell eine sehr hohe Fließgeschwindigkeit“, gibt Seitner Einblicke in den Bewerb, der gleichzeitig Training für ein Hochwasserereignis ist.

Insgesamt müssen alle Teilnehmer eine 1.600 Meter lange Wasserstrecke bewältigen. Nach der Hälfte muss ein Treibholz, welches eine Menschenrettung simuliert, aufgenommen werden, danach geht es 800 Meter zum Start retour. Wer den Sieg davontragen wird, traut sich auch Seitner nicht zu tippen. Er weiß aber: „Ein Zillenfahrer muss das Wasser lesen und deuten können und dann darauf entsprechend reagieren.“