Schönbühel-Aggsbach

Erstellt am 14. Juli 2016, 05:00

von RED

Gerald Führer: Aufstieg beim Heer. Der Schönbüheler Gerald Führer, Katastrophen- und Krisenmanagement-Experte des Heeres, wurde zum Oberst befördert.

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Der Schönbüheler Gerald Führer wurde zum Oberst befördert. Er hat beim Militärkommando NÖ seit 2003 die Funktion des Offiziers für Katastrophenmanagement inne, sein Aufgabenbereich erstreckt sich von atomaren, biologischen und chemischen Bedrohungen bis hin zu Naturkatastrophen. Dabei plant er auch regelmäßig gemeinsame Übungen zur Zusammenarbeit mit der Katastrophenschutzbehörde des Landes Niederösterreich.

Begonnen hat Führer seinen Bundesheer-Werdegang beim Pionierbataillon in Melk, wohin er auch 1988 nach der Ausbildung an der Theresianischen Militärakademie als Leutnant zurückkehrte. Neben Einsätzen im Inland bei Hochwassern und Windbrüchen sowie der Teilnahme an Auslandsmissionen im Kosovo waren für ihn vor allem seine Erlebnisse beim Grubenunglück 1998 in Lassing prägend.

Masterstudien und Experte des Außenministerium

„Dieser Einsatz, mit der Bergung eines Überlebenden nach neun Tagen, die von den Medien zurecht als Wunder gefeiert wurde, hat bei mir tiefe Eindrücke hinterlassen und relativiert vieles im Leben“, so Gerald Führer. Danach hat er sich nicht nur dem Katastrophenmanagement, sondern vor allem der vorbeugenden Risikoanalyse verschrieben.

Absolvierte Masterstudien an der Universität Wien und der Corvinus-Universität Budapest sowie sein Einsatz als Experte des Außenministeriums nach dem verheerenden Tsunami in Thailand im Jahr 2005 sind nur einige seiner weiteren Stationen. Seine Nominierung als Krisenmanagementexperte der EU im höchsten Ausbildungslevel durch das Innenministerium vor acht Jahren erfüllt den frisch beförderten Oberst nach wie vor mit besonderem Stolz.