Update am 11. April 2017, 14:01

von Michael Unger und Markus Glück

Hochwasserschutz steht auf der Kippe. Zwar bewilligte Bezirkshauptmannschaft den Bau des Flutschutzes, Beschwerde eines Bürgers verhindert aber Start.

Hier entlang der Donaulände sollte der Hochwasserschutz bis zum Schloss Schönbühel verlaufen. Wenn er je gebaut wird.  |  Unger

Knalleffekt beim Mega-Projekt Hochwasserschutz in der Gemeinde Schönbühel-Aggsbach. Die Bezirkshauptmannschaft Melk hat zwar den Bau des Hochwasserschutzes bewilligt, der Einspruch von Erich Lagler gegen das Projekt verhindert aber einen Baustart.

„Der Akt landet aufgrund der Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht. Dort wird geprüft, ob die Bewilligung in Ordnung ist“, erklärt Bezirkshauptmann Norbert Haselsteiner.

„Ein Aus für das Projekt würde den Ort zum Sterben bringen. Ich bin entsetzt, dass das passieren kann.“Gernot Kuran, Vizebürgermeister (ÖVP)

Jetzt liegt der Ball beim Landesverwaltungsgericht, das Projekt verzögert sich damit im besten Fall um ein weiteres halbes Jahr.

Verärgert über die Entscheidung zeigen sich VP-Bürgermeister Erich Ringseis und sein VP-Vize Gernot Kuran. „Die Gelder sind bereits reserviert, wir hätten im Herbst mit der Ausschreibung gestartet und im Frühjahr 2018 begonnen. Jetzt wissen wir nicht, wie es weitergeht“, schüttelt Ringseis den Kopf.

Entscheidet das Landesverwaltungsgericht auch im Sinne des Beschwerdeführers, droht dem Projekt eine Verzögerung von mehreren Jahren, da es dann vor den Verwaltungsgerichtshof wandern müsste. Alle Details und weitere Stimmen in der aktuellen Melker NÖN.

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