Erstellt am 27. Mai 2016, 12:14

von Claudia Christ

Shooting mit „Akte X“-Star David Duchovny. Fotograf Stefan Sappert aus Texingtal (Bezirk Melk) shootete Sänger und Schauspieler David Duchovny im Backstage-Bereich bei seinem Konzert in Wien mit Holzkamera und nach 160 Jahre alter Fototechnik.

 |  NOEN, Stefan Sappert, Philipp Monihart
Einmal einen Hollywood-Star vor der Linse zu haben, das ist für viele Fotografen ein Traum. Für den 34-jährigen Stefan Sappert aus Texingtal wurde dieser Traum am Donnerstag wahr.

Bei einem Konzert des Sängers und „Akte X“ Stars David Duchovny in Wien kam es zu dieser einmaligen Begegnung.

Der New Yorker gastiert mit seinem Debütalbum „Hell or Highwater“ in der „Arena“. Sappert nutzte seine Kontakte zur Musikbranche und erhielt exklusive den Auftrag für ein Portraitfoto. „Es war einfach toll und ein ganz exklusiver Backstage-Fototermin, denn wann hat man schon mal so einen Star vor der Kamera“, berichtete Sappert am Freitag noch ganz euphorisch.



David Duchovny wurde vom Texingtaler wie viele andere Persönlichkeiten, darunter auch US-Sänger Chuck Ragan und Parov Stelar, österreichischer DJ und Produzent im Bereich Jazz, mit einer 160 Jahre alten Fototechnik mit Holzkamera auf Glasplatte fotografiert.

Diese spezielle Technik entdeckte Sappert während des Fotografie Studiums an der Prager Fotoschule für sich. „Damals bin ich auf die Kollodium Nassplattenverfahren gestoßen. Die raue Ästhetik und der besondere Charakter des Verfahrens haben es mir angetan“, erklärte er.

"Künstler ganz unkonventionell darstellen"

In reiner Handarbeit entstehen so wertvolle Einzelstücke, weit ab von Digitalkamera und Photoshop: „Meine Absicht ist es, den Künstler ganz unkonventionell darzustellen. Durch das reduzierte und direkte Porträt schaffe ich es, einen ganz seltenen, unverfälschten und intimen Moment festzuhalten.“

Auch für den Hollywoodstar war dieser Fototermin nicht einer von vielen: „Er war hellauf von seinem Porträt begeistert“, freut sich Stefan Sappert über das gelungene Shooting.

Infos zur Kameratechnik

Eine Glasplatte wird mit Fotochemikalien beschichtet, in einer Holzkamera belichtet und im Anschluss noch an Ort und Stelle in einer mobilen Dunkelkammer entwickelt. Das Ergebnis ist eine echte Silberfotografie auf Glas – ein wertvolles Unikat.
Die Technik stammt aus den Anfängen der Fotografie um 1860, die benötigten Chemikalien müssen nach alten Rezepten selbst hergestellt werden, da es diese nicht mehr zu kaufen gibt.