Erstellt am 15. Dezember 2015, 03:43

von Jürgen Scheuchelbauer

Stift: Flüchtlingslager wird präsentiert. Am 16. Dezember haben Interessenten die Möglichkeit, das Containerdorf beim Stift Melk vor Ort zu besichtigen.

Das Containerdorf steht. 30 Asylanten werden in 25 Containern am Sportgelände des Stiftes Melk noch vor Weihnachten Zuflucht finden. Zuvor soll sich die Bevölkerung im Rahmen eines Tages der offenen Tür am 16. Dezember einen Eindruck über die Flüchtlingsherberge verschaffen können.Caritas/Gleiß  |  NOEN, Presse&Foto FRANZ GLEISS

Wie die NÖN bereits vor Wochen berichtete, soll auf einem Teil der Sportanlage des Stiftes Melk ein Containerdorf für Asylsuchende entstehen. Nun wurde das Flüchtlingsdorf fertiggestellt.

Die 30 Asylwerber sind allerdings noch nicht in ihre Container eingezogen. Zuvor hat die Bevölkerung noch die Möglichkeit sich von diesen Unterbringungsmöglichkeiten zu überzeugen und diese zu besichtigen. Abt Georg Wilfinger vom Stift Melk und der Direktor der Caritas der Diözese St. Pölten Friedrich Schuhböck laden am 16. Dezember von 14 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür des Containerdorfs in Melk.

Kirche bietet Zuflucht

Nach diesem Tag der offenen Tür im Flüchtlingsdorf werden die ersten Asylanten Zuflucht im Containerdorf finden. Die „Herbergsuche“ soll so für die Asylwerber noch vor Weihnachten positiv zu Ende gehen.

Den 30 asylsuchenden Menschen werden Unterkünfte in 25 Containern geboten. Die Caritas mietete die Container für drei Jahre an. Die Unterkünfte befinden sich auf einem asphaltierten und eingezäunten Teil der Sportanlage des Melker Stifts, dort wo sich ursprünglich die Tennisplätze des Stiftgymnasiums befanden. Die Container wurden bewohnbar eingerichtet und das Stift Melk sorgte für die erforderliche Infrastruktur (Strom, Wasser, Kanal und Zufahrt) im Flüchtlingsdorf.

"Es wird zu keinen Störungen kommen"

Auch die Sportanlage selbst kann von den Asylwerbern genutzt werden. Der Sportunterricht des Stiftgymnasiums soll dadurch aber nicht gestört werden, erklärt Abt Georg Wilfinger vom Stift Melk: „Die Asylwerber können die Anlage nur dann benutzen, wenn seitens des Stiftes kein Bedarf besteht.“

Bei der Herberge handelt es sich um ein Grundversorgungs-Quartier auf Selbstversorger-Basis. Wird den Flüchtlingen Asyl gewährt, müssen sie innerhalb von vier Monaten ausziehen und sich eine eigene Wohnung suchen. Die aufgenommenen Asylwerber kümmern sich während ihres Aufenthalts außerdem selber um Einkaufen, Kochen, Waschen, Putzen und andere Haushaltstätigkeiten. Die 24-Stunden-Betreuung übernehmen ebenfalls Sozialarbeiter der Caritas.