Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:03

von Walter Fahrnberger

Streit ums Budget hat schon begonnen. Der neue Stadtrat Emmerich Weiderbauer prangert die geplante Kürzung der Förderung für die Wachaukultur um 72 % an.

Emmerich Weiderbauer (Grüne li.) fürchtet um die Förderung der Wachaukultur. Bürgermeister Thomas Widrich (ÖVP re.) will noch Vorschläge einarbeiten.  |  NOEN, Grüne, Stadt Melk

Am Montagabend (Anm.: nach Redaktionsschluss) stand im Melker Gemeinderat die Wahl von Emmerich Weiderbauer (Grüne) zum neuen Kulturstadtrat auf der Tagesordnung.

Schon davor musste sich der Nachfolger von Walter Schneck über die Pläne der ÖVP für das Budget 2016 ärgern: „Bei unserem gemeinsamen Gespräch mit Paul Gessl von der NÖ Kulturwirtschaft hat Bürgermeister Widrich noch versichert, auch 2016 die 120.000 Euro für die Wachaukultur bereitzustellen.

In der Vorwoche war bei den Budgetverhandlungen nur mehr ein Förderbetrag von 34.000 Euro eingetragen. Das wäre eine Kürzung der Kulturförderung um 72 Prozent“, wettert Weiderbauer. Nachsatz: „Und dabei wurden zwei Raten von 2014 und 2015 zu je 40.000 Euro noch nicht einmal überwiesen.“ Bei allem Verständnis für die schwierige Budgetsituation in der Stadtgemeinde ist das für den Grünen Landtagsabgeordneten und Stadtrat Weiderbauer einer Kulturhauptstadt Melk nicht würdig.

Gemeinderat kann  Budget noch verändern

ÖVP-Bürgermeister Thomas Widrich wollte auf die genauen Zahlen noch nicht eingehen. Er sieht vor allem die große Herausforderung, ein ausgeglichenes Budget für 2016 zu erstellen. „Der Finanzstadtrat hat einmal einen Entwurf zusammengestellt.

Doch jede Fraktion kann nach wie vor Ideen einbringen“, erklärt der Bürgermeister. Das kann nicht nur bei der Stadtratssitzung am 3. Dezember, sondern eine Woche später bei der Budgetsitzung im Gemeinderat passieren. Auch dann soll der Budgetentwurf noch verändert werden können. Eine lange Sitzung scheint schon jetzt vorprogrammiert.