Texingtal , Loosdorf , Kirnberg an der Mank

Erstellt am 24. August 2016, 05:18

von Markus Glück und Jutta Streimelweger

Texingtal weiter an Spitze. Tourismusbilanz im Alpenvorland: Besucher blieben im Vergleich zu 2015 länger. Betriebe investierten in Qualität.

Beim Texingtaler Panorama-Platzerl wurde ein Orientierungsfoto für Einheimische und Wanderer am Aussichtspunkt beim Schwabeckkreuz angebracht. Von den abgeschlossenen Arbeiten überzeugten sich dabei auch VP-Bürgermeister Gerhard Karner, die Obfrau des Fremdenverkehrsvereins Barbara Hayden und Wegewart Johann Rauchberger.  |  Gemeinde

Das erste Halbjahr ist vorbei, Zeit für die Tourismusregion des Melker Alpenvorlands Halbjahresbilanz zu ziehen: „Grundsätzlich hatten wir weniger Ankünfte, dafür aber mehr Nächtigungen in der Region. Dies bedeutet, dass die Aufenthaltsdauer doch signifikant gestiegen ist“, so Mostviertel-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt, der auch davon ausgeht, dass die positiven Nächtigungszahlen sich auch in den kommenden Monaten weiterhin positiv entwickeln werden, „da in der Region bei einigen Betrieben in die Qualität investiert wurde“.

Andreas Purt analysiert für die NÖN die Tourismuszahlen.  |  NÖN, Streimelweger

Generell habe man eine Vielzahl an kleinen, aber sehr aktiven Tourismusbetrieben, die sehr engagiert sind und sich sehr bemühen, erklärt Purt, der vor allem eine Attraktion hervorhebt: „Die Schallaburg ist mit Abstand das wichtigste Ausflugsziel der Region mit überregionaler Strahlkraft.“ Aber auch der Römerweg zieht Touristen an: „Er wurde im letzten Jahr wiederaufbereitet und es wurden zahlreiche gemeinsame Maßnahmen gesetzt. Dies hat zu spürbaren Anfragen und zu einer großen Belebung des Römerwegs geführt, der sehr gut angenommen wird.“

 

Texingtal führt bei Nächtigungen im Bezirk

Führend bei den Nächtigungen der Alpenvorland-Gemeinden im Melker Bezirk ist Texingtal. Trotz eines Minus von 3,9 Prozent bei den Ankünften, stiegen die Nächtigungen um 7,6 Prozent auf 2.230 Übernachtungen. Für VP-Bürgermeister Gerhard Karner keine Überraschung: „Wir setzen kleine Schritte für den Tourismus. Das ist unser Erfolgsgeheimnis.“

Zuletzt wurde vonseiten der Gemeinde ein großes Orientierungsfoto am Aussichtspunkt beim Schwabeckkreuz für Wanderer und Besucher angebracht. Neben der Grüntalkogel-Hütte und der Burg Plankenstein profitiert die Gemeinde auch davon, dass sie viele Gäste als Ausgangspunkt für Mountainbike-Touren oder Wanderungen in die Berge auswählen.

Halbjahresbilanz  |  NOEL/Shutterstock/NÖN

Loosdorf und Kirnberg hatten im Melker Bezirk die größte Steigerung bei den Ankünften und Nächtigungen. Loosdorf erreichte bei den Ankünften ein Plus von 37,1, Kirnberg von 11 Prozent. Bei den Nächtigungen kam es in Loosdorf zu einer Steigerung von 87,8 und in Kirnberg von 21 Prozent. Für Purt ist dieser Umstand darauf zurückzuführen, dass Kapazitäten in den Betrieben erneuert und erweitert wurden.

Verloren haben im Bezirk hingegen Dunkelsteinerwald, Hürm und St. Leonhard am Forst. Besondere Gründe kann Tourismusprofi Purt hier nicht beziffern.