Erstellt am 12. Januar 2016, 05:03

von Elisabeth Schuster

Transitlager steht vor der Schließung. Seit mehreren Wochen steht das Flüchtlingsquartier in Bischofstetten leer. Mit 18. Jänner wird es vorzeitig geschlossen.

3.418 Flüchtlinge wurden seit 28. Oktober in der Mehrzweckhalle in Bischofstetten versorgt. Seit Ende November steht das Flüchtlings- und Transitquartier aber leer. Deshalb wird es mit 18. Jänner geschlossen.  |  NOEN, Franz Gleiß

Seit Ende November steht das Flüchtlings- und Transitquartier in Bischofstetten leer. Dieser Umstand wird nun zur Schließung führen. Das wird laut Hannes Haberfellner, Pressesprecher des RK-Bezirkskommandos Melk, am 18. Jänner der Fall sein. „Wir haben bereits mit den Abbauarbeiten in Bischofstetten begonnen“, erklärt Haberfellner.

Eine offizielle Meldung vom Innenministerium diesbezüglich gibt es jedoch noch nicht. Das bestätigen sowohl die Caritas als auch Bürgermeister Reinhard Hager: „Mit mir hat noch niemand vom Innenministerium oder von der Polizei Kontakt aufgenommen“, erklärt Hager.

Beteiligte zeigen sich zufrieden

Genauere Informationen wird es laut Beate Schneider, Flüchtlilngshilfe-Leiterin der Caritas am Donnerstag geben. Gründe für das vorzeitige Aus seien laut Rotem Kreuz auch wirtschaftliche. Die Mehrzweckhalle in Bischofstetten ist mit seinen 150 Schlafplätzen ein relativ kleines Transitquartier.

Das Resümee vom Bischofstettner Ortschef ist positiv: „Es gab keine Probleme. Ich kann nichts Negatives sagen.“ Ebenso positiv blickt Beate Schneider zurück: „Alles hat gut funktioniert. Auf die Freiwilligen war immer Verlass.“ „Die Bereitschaft zum Mitarbeiten war groß. Wir hatten genug Freiwillige. Aber je länger das Transitquartier in Betrieb war, desto schwieriger wurde es“, so Haberfellner. Insgesamt sind 3.418 Flüchtlinge versorgt worden.


Daten & Fakten

Am 28. Oktober ist das Flüchtlings- und Transitquartier in Betrieb genommen worden. Seitdem wurden insgesamt 3.418

Flüchtlinge versorgt. Die Betreuung haben Rotes Kreuz, Caritas, Team Österreich und das Bundesheer übernommen.