Erstellt am 22. Dezember 2015, 05:13

von NÖN Redaktion

Vermisster lag fünf Wochen in der Donau. Am Donnerstag wurde der Leichnam des seit 10. November vermissten 35-jährigen Deutschen in der Donau entdeckt.

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Am Abend des 10. November war ein 35-jähriger Arbeiter aus Berlin von der Unterkunft in Emmersdorf zu einem Spaziergang mit seinem 22-jährigen Arbeitskollegen aufgebrochen. Im Bereich des Donaukraftwerks Melk kehrte der 35-Jährige dann plötzlich um. Er wollte zurück ins Hotel.

Suchaktion ohne Ergebnis abgebrochen

Der 22-Jährige setzte seinen Spaziergang vorerst fort. Wenig später drehte auch er um und ging zurück zur Unterkunft in Emmersdorf. Dort traf er seinen Arbeitskollegen allerdings nicht an. In der Folge wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Polizei und Feuerwehr suchten das Gebiet rund um das Kraftwerk ab. Auch die Donauufer wurden unter die Lupe genommen. Die Suchaktion wurde schließlich ohne Ergebnis abgebrochen.

Am Donnerstagmorgen löste sich das Rätsel um das Verschwinden des 35-jährigen Berliners. Kurz nach 8 Uhr wurde im Unterlauf des Melker Kraftwerks eine Wasserleiche entdeckt. Die Melker Wehr rückte wenig später zur Bergung der Leiche aus.

Fremdverschulden wird ausgeschlossen

Die auffälligen Tättowierungen und die Bekleidung des vorerst unbekannten Mannes ließen keinen Zweifel: Der vermisste Berliner war gefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete sofort die Obduktion des Leichnams an. Bereits zu Mittag wurden die sterblichen Überreste des Mannes im Kaiser Franz Josef Spital in Wien auf die Todesursache untersucht.

Zwei Stunden später stand das Ergebnis fest: Der 35-Jährige war ertrunken. Fremdverschulden wird ausgeschlossen.