Erstellt am 12. April 2016, 05:04

von Elisabeth Schuster

Volksbefragung: 61,6 Prozent für Variante 1. Am Sonntag war es soweit. Die Bevölkerung von Bischofstetten stimmte über die zwei Varianten des Dorfzentrums ab.

Karl Krach (SPÖ) und Bürgermeister Reinhard Hager (ÖVP) gaben am Sonntag ihre Stimme ab. 61,6 Prozent der Bischofstettner stimmten für Variante eins. 38,4 Prozent für Variante zwei.  |  NOEN, Johann Hollaus
Von den 739 gültig abgegebenen Stimmen fielen 455 Stimmen auf Variante eins (61,6 Prozent) und 284 auf Variante zwei (38,4 Prozent). Insgesamt beteiligten sich 68,6 Prozent der wahlberechtigten Bürger von Bischofstetten an der Abstimmung.

Hager: "Werden morgen erste Schritte setzen"

„Ich bin froh, dass die Bevölkerung hinter der Arbeit der ÖVP gestanden ist“, freut sich Bürgermeister Reinhard Hager. Für den Ortschef bedeutet das Wahlergebnis eine klare Linie. „Wir werden ab morgen die ersten Schritte setzen und das Architektenteam beauftragen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen“, sagt Hager.

Variante eins ist laut Hager nun fix. Im Spätsommer soll mit dem Bau begonnen werden. „Wir dürfen jetzt keinen Tag mehr verlieren. Es ist total ärgerlich, dass wir durch das Ganze so viel Zeit verloren haben“, ärgert sich Hager. Weniger erfreut über das Ergebnis ist SPÖ-Fraktionssprecher Karlheinz Böhm: „Wir sind nicht recht glücklich“, gesteht er. Trotzdem hat sich für Böhm das Ziel der SPÖ erfüllt.

Böhm: "Sind nicht restlos glücklich"

„Uns ist es darum gegangen, dass wir die Volksbefragung machen und die Bevölkerung miteinbeziehen. Das ist uns gelungen und das große Interesse daran bestätigt uns in dieser Meinung“, erklärt Böhm. Laut dem Fraktionssprecher wird die SPÖ hinter dem demokratischen Ergebnis stehen.

Ein klares Bekenntnis zur Variante eins lieferten bereits im Vorfeld die Vertreter der Feuerwehr ab. Entsprechend froh ist Kommandant Hannes Lechner nun über das Ergebnis der Abstimmung.

„Wir sind vor allem froh darüber, dass es nun ein Ergebnis gibt. Und wir sind glücklich mit diesem Ergebnis. Der von uns beim Landesfeuerwehrverband eingereichte Plan für das Feuerwehrhaus ist immerhin schon genehmigt“, sagt Lechner. Er hofft jetzt auf eine Zusammenarbeit aller Fraktionen bei dem Projekt.


Daten & Fakten

Wahlergebnis:
1.137 waren wahlberechtigt. 780 Stimmen wurden abgegeben. Davon 739 gültig und 41 ungültig.
Variante 1............455 Stimmen (61,6%)
Variante 2............284 Stimmen (38,4%)

Variante 1:
Dorfzentrum mit Nahversorger, Geschäftsflächen, Café, Arztordinationen, Jugendraum, Wohnungen und inkludiertem FF Haus und Mehrzwecksaal (maximaler Fremdfinanzierungsanteil von 2.260.000 €).

Variante 2:
Dorfzentrum mit Nahversorger, Geschäftsflächen, Arztordinationen, Jugendraum, Gemeindeamt und Wohnungen ohne Mehrzwecksaal und Neubau des FF Hauses bei der Mehrzweckhalle (max. Fremdfinanzierungsanteil von 2.545.000 €).