Erstellt am 16. Februar 2016, 22:10

von Michael Unger

Was Parken in Melk bald kostet. Blaue Kurzparkzone und grüne Bewohnerzone, Parkpickerl um 150 Euro für Anrainer

 |  NOEN, Stadt Melk/Gleiß

Das Geheimnis ist gelüftet: Dienstagabend präsentierten die Vertreter der Stadt Melk das Konzept zur Parkraumbewirtschaftung, das noch vor dem Sommer gelten soll. Der Stadtsaal war dabei bis auf den letzten Platz gefüllt, als Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann die Pläne erläuterte. 

x  |  NOEN, Stadt Melk
Fürs Parken bezahlt werden muss künftig in der „blauen“ Kernzone und in der „grünen“ Bewohnerzone. Die blaue Zone umfasst 259 Parkplätze vor allem in der unmittelbaren Innenstadt (siehe Karte). Hier gilt künftig von Montag bis Samstag, 8 bis 18 Uhr die einheitliche Maximalparkdauer von 180 Minuten. Die ersten 15 Minuten sind dabei gratis, danach kosten 30 Minuten 50 Cent und je weitere 6 Minuten 10 Cent.

Diese Zone ist für Kunden, Gäste und Touristen gedacht, „Dauerparken“ soll hier nicht mehr möglich sein. Die grüne Zone (380 Parkplätze) ist für Langzeitparker gedacht. Hier darf auch den ganzen Tag geparkt werden. Auch sie gilt von 8 bis 18 Uhr, allerdings nur von Montag bis Freitag.

Hier gibt es keine „freien“ 15 Minuten. Die erste Stunde kostet 50 Cent, je weitere 12 Minuten 10 Cent. Höchstens zahlt man für einen ganzen Tag aber 2,50 Euro. Für die grüne Zone können Anrainer ohne Parkmöglichkeit auf eigenem Grund und Unternehmer mit Sitz in der Zone ein „Parkpickerl“ um 150 Euro im Jahr erwerben. 

Konkret umfasst die blaue Zone die Wiener Straße (ab Bäckerei Teufner), Abbe Stadler-Gasse samt Sparkassenparkplatz, den nördlichen Teil der Babenbergerstraße, Fisolengasse, die Parkplätze vor dem Friedhof, den nördlichen Teil der Bahnhofstraße, Kirchenplatz, Hauptplatz, die Linzer Straße bis zur Abt-Karl-Straße, Fischergasse und den „vorderen“ Teil des Parkplatzes Räcking. 

Verordnung soll am 7. April beschlossen werden

Die grüne Zone umfasst den „Kupferkanne“-Parkplatz, die Zone zwischen Abt-Karl-Straße und Lindestraße (südliche Bahnhofstraße, Keiblingerstraße, südliche Babenbergerstraße, Pischingerstraße, Hummelstraße), die Nibelungenlände, das letzte Stück der Linzer Straße, die Prinzlstraße bis zum Exelweg und den vorderen Teil des Parkplatzes unter dem Stiftsfelsen.
 
Gratis Dauerparkplätze (auf der Karte lila), insgesamt laut Stadt 454, gibt es weiterhin vor allem bei der Wachauarena, am „hinteren“ Teil des Parkplatzes Räcking und in der ÖBB-Park&Ride-Anlage. Um das neue System umzusetzen, werden in der Stadt 27 Parkautomaten aufgestellt werden. Die Stadt erhofft sich von der Parkraumbewirtschaftung Einnahmen von rund 280.000 Euro im Jahr. Die Strafen aus der bisherigen Kurzparkzone brachten nur rund 50.000 Euro. Außerdem soll die Fluktuation erhöht und mehr Parkraum für Einkäufer und Touristen geschaffen werden. Beschlossen werden soll die Verordnung am 7. April.
 
Alle Details zum neuen Konzept finden Sie in der nächsten Ausgabe der NÖN