Erstellt am 07. Dezember 2015, 08:41

Energieautarkes Buswartehäuschen. Das Melker Unternehmen Fonatsch hat den Prototyp eines einergieautarken Design-Buswartehäuschens in Winden errichtet.

Bei der Eröffnung des energieautarken Buswartehäuschens in Winden bei Melk: Herta Mikesch (v. l.), Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann, Maria-Luise Fonatsch, Bürgermeister Thomas Widrich, Fonatsch-Geschäftsführer Alexander Meissner, Landesrat Karl Wilfing und Martina Kern mit den Kindern Sebastian (l.) und Pia Reisinger.  |  NOEN, Stadt Melk / Gleiß
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Das Warten auf den Schulbus in Winden ist für die Schüler ab sofort ein besonderes Erlebnis. Geschützt vor Wind und Wetter brauchen sie nun nicht mehr im Dunkeln auf das Eintreffen des Busses warten. Das Buswartehäuschen begrüßt die Benutzer mit Licht. Beim Betreten erhellt sich die gedimmte Beleuchtung. Möglich ist das laut Geschäftsführer Alexander Meissner durch eine intelligente Lichtsteuerung mit Bewegungsmelder. Die Energie für die Beleuchtung liefert ein großes Solarmodul. Dieses steuert auch bei diffusem Licht und Nebel genügend Energie an die unter der Sitzbank montierte Batterie im Buswartehäuschen bei.

Mit dem Strom aus dieser Batterie wird auch ein Schaukasten beleuchtet. Der dient zum einen als Platz für den Busfahrplan und zum anderen als Anschlagtafel für die Gemeinde. Eineinhalb Jahre lang hat Alexander Meissner mit seinem Team an der Umsetzung dieses Prototyps gearbeitet. „Die Grundidee dahinter war, im ländlichen Raum einen Bereich für die Sicherheit der Fahrgäste ohne Stromanschluss zu schaffen“, sagt Meissner. Schließlich wurden die Kernkompetenzen des Unternehmens in diesem neuen Produkt gebündelt: Stahlbau, Design und Elektrotechnik. Das Projekt erhielt auch einen eigenen Namen: Station by Fonatsch.

Weitere Wartehäuschen geplant

Abgeschlossen ist die Entwicklung aber noch nicht. In Zukunft sollen die Wartehäuschen auch mit Wlan-Hotspots aufwarten. Beim Lichtfest heuer im Juni hat Verkehrslandesrat Karl Wilfing den Anstoß für die Umsetzung in der Stadtgemeinde Melk gegeben. Prompt hat die Gemeinde das Projekt realisiert und eine Betonplatte in Winden geschaffen. Landesrat Wilfing hat das Buswartehäuschen nun persönlich eröffnet.

Noch heuer soll ein weiteres Wartehäuschen der Marke „Station by Fonatsch“ ein altes Wartehäuschen in Pielach ersetzen. Im Frühjahr sollen zwei weitere Wartehäuschen in Schrattenbruck und Rosenfeld aufgestellt werden. Für Bürgermeister Thomas Widrich steht die Sicherheit der Kinder an erster Stelle: „Egal wo sie leben – in der Stadt oder in den Katastralgemeinden – Eine sichere Wartestelle ist eine der wichtigsten Vorraussetzungen. Dazu kommt die Zweckmässigkeit und das Aussehen des Wartehäuschens. Das ist hier sehr gut kombiniert worden. Man kann es dort errichten, wo es sinnvoll ist und nicht dort, wo ein Stromanschluss ist.“