Erstellt am 16. Oktober 2015, 13:31

Ybbs-Äschen wieder zurück im Heimatfluss. So klein und schon Weltenbummler. Im März diesen Jahres wurden vom Verein "Rettet die Ybbsäsche"zahlreiche Äschen entnommen und "abgestreift".

 |  NOEN, EVN
Beim Abstreifen eines Mutterfisches werden ihre Eier entnommen, um die Jung-Äschen in geschützter Umgebung aufwachsen zu lassen. „Die Jung-Fische haben in diesem Alter wesentlich höhere Überlebenschancen“, erklärt Christoph Friesenegger von den Ybbsfreunden, die sich an der Aktion finanziell beteiligten und nun nach der erfolgreichen Aufzucht der Jungfische die Tiere wieder in ihren ursprünglichen Lebensraum entlassen.  „Ziel ist es den Bestand bedrohter heimischer Fische zu erhöhen und somit die ökologische Situation in der Ybbs zu verbessern“, so Friesenegger.

20.000 Äschen-Eierin in die Ybbs eingebracht

Die Fischergemeinschaft "Ybbsfreunde" betreibt schon seit 2008 für EVN und Stadtgemeinde ein 6,6 km langes Fischereirevier südlich von Waidhofen/Ybbs. Die Aufgaben des Fischereiausübungsberechtigten sind vielfältig: Instandhaltungsarbeiten und Reinigungen im Revier, Besatz von Fischen (v.a. Äschen und Forellen), Cocooning, uvm. Im Mittelpunkt steht das gemeinsam mit einem professionellen Partner entwickelte, ökologische Bewirtschaftungskonzept, das seit Jahren umgesetzt wird. Erst vor wenigen Monaten wurden 20.000 Äschen-Eier in die Ybbs eingebracht.