Ybbs an der Donau

Erstellt am 29. August 2016, 07:59

von Claudia Christ

Auszug der Flüchtlinge. Ein Jahr nach der Errichtung des Containerdorfes am Gelände des Roten Kreuzes Ybbs, wird das „Dorf des Friedens“ geschlossen. Die letzten Flüchtlinge ziehen dieser Tage aus.

Diese Flüchtlingsfamilie, im Bild mit RK-Bezirksgeschäftsführer Hannes Haberfellner, hat bereits im November die Notunterkunft am Rot-Kreuz Gelände in Ybbs verlassen, und ist nach St. Pölten übersiedelt. Foto: Christ  |  Claudia Christ

Ein Jahr lang war das Containerdorf beim Roten Kreuz in Ybbs erster Zufluchtsort für Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten. Nun wird das Lager mit 18. September geschlossen, die Wohncontainer abtransportiert.

Hilfsbereitschaft und Zusammenarbeit klappte gut

In den letzen Wochen lebten hier noch zwei Familien, insgesamt sieben Personen. „In den kommenden Tagen werden vier Personen ihr neues Heim in Wolfpassing beziehen. Die anderen wissen noch nicht, wo sie danach wohnen werden“, so RK-Bezirksgeschäftsführer Hannes Haberfellner.

Insgesamt 31 Asylwerber wurden in diesem Jahr vom Roten Kreuz Ybbs betreut. Nicht alle im Containerdorf, sondern auch in Privatquartieren in Neumarkt und St. Martin. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und die Zusammenarbeit mit den Vereinen „Vielfalt nutzen“, „Soziales Ybbs“ und dem Therapiezentrum hat laut Haberfellner bestens funktioniert. Auch die Deutsche Sprache haben viele der Bewohner im täglichen Unterricht bereits erlernt.

„Eines ist aber klar, ohne Zivilcourage wäre das für uns nicht zu bewältigen gewesen. Es hat uns allen viel Zeit und Kraft gekostet, aber wir haben auch viel daraus gelernt“, zieht Haberfellner Resümee.