Ybbs an der Donau

Erstellt am 11. April 2017, 04:00

von Claudia Stöcklöcker

War Raubüberfall frei erfunden?. Dass ein Pensionist aus Ybbs nur eine Lügengeschichte aufgetischt hat, konnte ihm der Richter nicht beweisen.

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Opfer von Kriminellen geworden zu sein, erzählte ein 67-Jähriger aus Ybbs bei der Polizei.

Nachdem die Exekutive dann ermittelt hatte, war sich diese ob einiger Ungereimtheiten sicher: Einen Raubüberfall in seinem Wohnhaus hat der Pensionist nur frei erfunden. Nun sitzt der Mann wegen Versicherungsbetrugs, falscher Beweisaussage und Vortäuschens einer mit Strafe bedrohten Handlung vor dem Richter.

Räuber mit Hacke in der Hand

Bei seiner Version bleibt der Ybbser auch im Prozess am Landesgericht St. Pölten. „Ich bin nicht schuldig. Ich habe den Raub nicht erfunden“, beteuert er vehement, vor Ermittlern nicht geschwindelt zu haben.

as damals, am 3. März letzten Jahres, passiert sein soll, erzählt er. Seinen Hund habe der Angeklagte zur Frühstückszeit aus dem Haus gelassen, dabei die Terrassentür offen stehen lassen, erklärt er. Dann sei plötzlich ein Räuber im Zimmer vor dem Kachelofen gestanden, mit einer Hacke in der Hand.

Angeblich 20.000 Euro Schaden

Im Schlafzimmer habe der Kriminelle den Pensionisten mit einem Gürtel am Bett gefesselt, nach dem Safe gefragt und das Haus durchsucht. Schmuck, Bares, Kleidung und Uhren habe der Täter dann in eine Reisetasche gepackt. Rund 20.000 Euro betrage der Schaden.

„Die Geschichte klingt abenteuerlich, doch glaube ich nicht, dass es so war. Nur beweisen kann ich das nicht“, sagt der Richter zu den Schilderungen des 67-Jährigen und spricht ihn von den Vorwürfen frei.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.