Erstellt am 29. September 2015, 07:55

von Claudia Christ

Ybbser Gericht ist ab Oktober Geschichte. Schließung der Gerichts-Nebenstelle in Ybbs hat auch eingeschränkten Betrieb in der Hauptstelle Melk zufolge.

Gerichtsvorsteher Herbert Studenik (v. l.) und Amtsdirektor Josef Neulinger koordinieren in diesen Tagen die Übersiedelung der Nebenstelle Ybbs in den Zubau des Melker Bezirksgerichtes.  |  NOEN, Foto: Franz Gleiß
Aufbruchstimmung herrscht derzeit im Gericht Ybbs. Zwölf Mitarbeiter – zwei Richterinnen, Rechtspfleger und Kanzleimitarbeiter – bereiten alles für den Auszug vor. Denn ab kommender Woche ist der Standort Geschichte.

Nach der Fertigstellung des Zubaues des Bezirksgerichtes in Melk steht nun der Zusammenlegung nichts mehr im Wege. „Ab 1. Oktober wird es keinen Gerichtsbetrieb mehr in Ybbs geben“, erklärt Amtsdirektor und Koordinator Josef Neulinger.

Grundlage für die Zusammenlegung der beiden Bezirksgerichte Ybbs und Melk war ein im Jänner 2014 gefasster Beschluss. Im Rahmen der Bezirksgerichtsstrukturreform wurde damals laut Gesetz festgelegt, kleinere Gerichtsstandorte zu größeren und leistungsfähigeren Einheiten umzufunktionieren. Seither wurde der Standort Ybbs nur als Nebenstelle geführt. „Grundsätzlich ändert sich jetzt mit der Übersiedlung für uns Mitarbeiter nichts. Denn die Nebenstelle Ybbs wurde schon seit diesem Zeitpunkt in Melk mitverwaltet“, so Neulinger.

Übersiedelungsphase bis 10. Oktober

Für die Kunden bedeutet die Übersiedelung jedoch, dass von 1. bis 10. Oktober auch am Standort Melk nur ein eingeschränkter Betrieb möglich ist.

„Jetzt müssen erst unsere Mitarbeiter den Zubau räumen, denn dieser wurde während der Renovierung des alten Gebäudes als Ausweichquartier benutzt“. Außerdem gilt es jede Menge an Akten und Kisten von Ybbs nach Melk zu transportieren. Ab 6. Oktober, so der Plan, werden die Mitarbeiter aus Ybbs dann die neuen Räume beziehen. Deshalb entfällt auch an diesem Tag der Amtstag in Ybbs und Melk.

Und noch eine Neuerung soll es künftig geben. „Damit wir die Wartezeiten bei den Amtstagen so gering wie möglich halten, ist eine telefonische Voranmeldung künftig notwendig“, so Neulinger. Damit will das Bezirksgericht mit ihren insgesamt 34 Mitarbeitern noch mehr Kundenzufriedenheit gewährleisten.