Erstellt am 11. April 2017, 05:00

von Anna Faltner

„Bislang 9.500 verkaufte Karten“. Start des Kultur-Events verspricht Rekordmäßiges. Am Freitag strömten Besucher zu Monika Gruber und Viktor Gernot.

 |  Riedler

Sieben Veranstaltungen und bereits über 9.500 verkaufte Karten – „Die heurige Ybbsiade verspricht Rekordmäßiges“, freut sich SP-Bürgermeister Alois Schroll.

In der zweiten Woche übernahm am Dienstag ORF-Moderatorin Verena Scheitz, die mit ihrem Solo-Kabarettprogramm „Iss was G’Scheitz“ NÖ-Premiere feierte. Mitgebracht hat sie neben Tipps zum Einkaufen sowie zum Kochpartys-Vermeiden auch ihre persönliche „Neuentdeckung“ Thomas Schreiweis.

"Sammeln Sie Pickerl?"

Debattierten über das Einkaufen, miserable Kochkünste und verschiedene Lebensmittelallergien: Thomas Schreiweis und Verena Scheitz.  |  Riedler

Zentrales Thema dabei: Die Vorbereitung auf ein Abendessen mit Freunden, das sich als schwierig herausstellte. Immerhin betonen diese in Richtung Scheitz immer: „Dein Essen ist schlimmer als kein Essen.“ Aber nicht nur das Kochen als Herausforderung, sondern auch der Einkauf der veganen, allergikerkonformen Lebensmittel. Denn die einzige, die alles essen kann und davon nur „normal blad“ wird, ist die „Dancing Queen“ selbst.

Ihr ausgeprägtes Aggressionspotenzial zeigt sich allerdings erst, wenn die Kassiererin im Supermarkt die schlimmste aller Fragen stellt: „Sammeln Sie Pickerl?“ Neben Wutausbrüchen schmettert Scheitz aber auch Musicalballaden in Eigenkomposition und besticht durch ihre schlagfertigen Kommentare Richtung Publikum.

Mit voller Spannung fieberten diejenigen, die innerhalb von drei Minuten ein Ticket für das Programm „Küss die Hand“ von Viktor Gernot und Monika Gruber ergatterten, dem großen Auftritt am Freitag entgegen. Der Hype um die Vorstellung erwies sich als berechtigt. Ab der ersten Minute wurde absolute Spitzenunterhaltung geboten.

Beziehungsarbeit auf Deutsch-Österreichisch

Schnell war klar, dass sich die bayrische Kabarettistin in Österreich wohler fühlt: „Diese Deutschen sind einfach überall und immer da, wie ein Furunkel, oder noch schlimmer: wie die Schwiegermutter vom Österreicher.“

Die Obszönitäten seiner Kollegin hatte Multitalent Viktor Gernot schnell satt: „Jedes Mal wenn die Gruber etwas Unanständiges sagt, haut‘s bitte einen Euro in die Sparbox.“ Die beiden bekennenden Singles thematisierten ihre missglückten Beziehungen und stellten fest, warum sie noch alleine sind – auf jeden Fall nicht, weil ihnen etwas zu blöd ist. „Ich bin 46 Jahre alt, ich schaue in der Früh so aus, als wäre die ganze Nacht ein Pony auf meinem Gesicht gesessen. Mir ist nix mehr peinlich“, betonte Gruber stolz.

Und beim Ausblick auf das Ende ihrer Tage wünscht sich Gernot ein „Happy-Dying“, eine Art Sterbe-Event, bei dem alle fröhlich sind. Einzige Sorge von „Prosecco-Moni“ stattdessen war „nicht ausgerechnet von einem ‚Kracherl-Wogn‘ überrollt zu werden“ (siehe auch Landesteil Seite 25).

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