Yspertal

Erstellt am 07. November 2017, 04:00

von Anna Faltner

Gasthaus Forellenhof: Kein Mittags-Menü für Hundehalter. Wirt vom Gasthaus Forellenhof duldet keine Hunde im Lokal. Hundebesitzer empören sich im Internet über seine Hausregeln.

 |  Franz Gleiß

Die Ysperklamm ist der drittschönste Platz in ganz Österreich. Das ist seit dem Finale der ORF-Sendung „9 Plätze – 9 Schätze“ fix. Das angrenzende Gasthaus Forellenhof trägt laut einigen Facebook-Nutzern allerdings nicht zum Erfolg der Klamm bei.

Unter dem NÖN-Beitrag zum dritten Platz kamen nämlich folgende Kommentare zum Vorschein: „Aber bitte nicht in den Gasthof Forellenhof, der unfreundlichste Wirt, den es gibt. Ob mit oder ohne Hund“, „Als Hundebesitzer kommt ihr hier nicht rein“ oder „Gasthof Forellenhof kannst du vergessen, dieser Wirt macht sich selbst kaputt“.

Solche Anschuldigungen gegen Wirt Arthur Hasreiter werden gegenüber der NÖN nicht zum ersten Mal erwähnt.

„Mir ist klar, dass wir schlechte Bewertungen bekommen. Aber da stehe ich drüber. Es ist mein Haus und da gelten meine Regeln.“Wirt Arthur Hasreiter

Hasreiter selbst ist sich der Kritik bewusst: „Das ist mir schon klar, dass wir da schlechte Bewertungen bekommen. Aber da stehe ich drüber. Es ist mein Haus und da gelten meine Regeln.“ Eine Abneigung gegen Hunde habe er nicht, er war früher sogar selbst Hundebesitzer.

„Mir geht es da um Sicherheit und Hygiene. Wir haben sehr viel Betrieb, da kann ich keine Hunde im Lokal dulden. Es passt doch nicht zusammen, wenn nasse Hunde herumlaufen und gleichzeitig Essen serviert wird.“ Mit dieser Ansicht stößt er bei den Hundebesitzern auf wenig Verständnis: „Die akzeptieren das nicht, da sind sie wie kleine Kinder.“

Sendung sorgt für Publikumszulauf

Hasreiter versteht überhaupt nicht, warum Hunde noch in Lokalen geduldet werden, „bei den heutigen Hygienevorschriften“. VP-Bürgermeister Karl Moser kennt die Einstellung des Wirtes: „Das ist zu akzeptieren.“ Er weiß aber auch, dass Hasreiter derzeit so gefordert ist wie noch nie. „Durch die Sendung und durch die Landesausstellung haben wir einen enormen Publikumszulauf. Er muss mittlerweile Leute wegschicken, weil er so viel zu tun hat.“

Es handelt sich dabei etwa um ein Drittel mehr Besucher. „Das sind Dimensionen, die wir einfach nicht mehr schaffen. Aber lange mache ich das eh nicht mehr, dann kann jemand anderer ein Hundelokal eröffnen“, schmunzelt der Wirt. Die nächsten Jahre wird er das Gasthaus aber noch betreiben.