Zelking-Matzleinsdorf

Erstellt am 26. Mai 2017, 05:00

von Markus Glück

Bürger atmen auf: Lärmschutz kommt. Gemeinde steuert 50.000 Euro zu Maßnahmen gegen Autobahn-Lärm bei. Bauarbeiten haben bereits begonnen.

Gerhard Bürg übt Kritik an der Kostenbeteiligung der Gemeinde.  |  Gleiß

Seit dem Start der Arbeiten für den dreispurigen Ausbau der A1 im Bereich Pöchlarn kämpft VP-Bürgermeister Gerhard Bürg aus Zelking-Matzleinsdorf intensiv für die Errichtung einer Lärmschutzwand. Im Oktober drohte Bürg damit, sich bei einem abermaligen Nein zur Errichtung eines Lärmschutzes auf die Autobahn zu stellen und gegen das Vorhaben zu protestieren. Nach einer zwischenzeitlichen Einigung, die Asfinag bot für den Großteil des Gemeindeabschnittes die Errichtung eines Erdwalls an, gab es Streit um das letzte 1,4 Kilometer lange Teilstück. In diesem Bereich bot die Asfinag einen Meter hohe Betonwände an, für Bürg zu wenig, der Streit um die anfallenden Kosten drohte zu eskalieren.

Nun heißt es für die lärmgeplagten Gemeindebürger aber aufatmen. In seiner letzten Gemeinderatssitzung beschloss der Gemeinderat – mit einer Gegenstimme der SPÖ – sich an der Errichtung zu beteiligen. Konkret werden die 1,4 Kilometer langen Betonwände auf zwei Meter erhöht. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich dabei auf etwa 50.000 Euro. Diese könnten sich aber durch Sonderbedarfszuweisungen des Landes NÖ noch reduzieren.

Abermals Lärmmessung nach der Fertigstellung

„Wir haben diesen Deal mit der Asfinag ausverhandelt. Nach der Fertigstellung wird es eine abermalige Lärmmessung geben“, zeigt sich das Gemeindeoberhaupt dennoch nicht zufrieden: „Ich fühle mich als Bürger zweiter Klasse. Unsere Nachbargemeinden haben nichts bezahlt, wir müssen aber etwas beisteuern.“

Anders als die letzten Lärmmessungen sollen diese allerdings am Montag und Freitag stattfinden. Ein wichtiges Anliegen vonseiten der Gemeinde, da es sich dabei, laut dem Ortschef, um die stärksten Tage auf der A1 handelt. Zusätzlich konnte die Gemeinde mit der Asfinag vereinbaren, dass es nach dem Ende der Halbwertszeit des aufgetragenen Flüsterasphalts, nach etwa zwölf Jahren, abermals Messungen geben wird.

„Wir wissen, dass der Flüsterasphalt nur eine gewisse Zeit hält. Es ist wichtig, dass wir uns als Gemeinde darüber hinaus abgesichert haben“, sagt Bürg. Sollten die Messungen einen Lärmanstieg zeigen, kann der zwei Meter hohe Lärmschutz um einen weiteren Meter erweitert werden.