Erstellt am 25. April 2017, 02:28

von Markus Glück

Aus für Events auf Ruine Aggstein droht. Auflagen bringen Veranstalter zum Nachdenken. Entscheidung über mögliches Aus folgt nach Weihnachtsmarkt.

Das Mittelalterfest und der Christkindlmarkt auf der Ruine ziehen Besucher aus ganz Niederösterreich an.  |  LianeM /shutterstock.com

Verregnet präsentierte sich das beliebte Mittelalterfest am Wochenende auf der Ruine Aggstein. Für die Veranstalter ein Minusgeschäft, welches prompt die Gerüchteküche brodeln ließ. So soll es das letzte Event dieser Art in der Tourismusattraktion gewesen sein.

Auf NÖN-Anfrage bringt Christine Jäger von der Burgruine Aggstein Licht in die Angelegenheit. „Wir haben unsere Betriebsgenehmigung neu überarbeitet und dabei neue Auflagen bekommen. Durch diese wissen wir nicht, ob sich manche Veranstaltungen rentieren“, so Jäger.

Von einem endgültigen Ende von Veranstaltungen auf der Burgruine will sie aber nicht sprechen. „Das Mittelalterfest war für uns kein Plus. Es ist aber klar, dass für uns bei den Veranstaltungen etwas übrig bleiben muss“, betont Jäger, die auch über die hohen Auflagen für Feste auf der Tourismusattraktion klagt. So sind etwa beim diesjährigen Weihnachtsmarkt, der erstmals an drei und nicht nur an zwei Tagen und an drei Wochenenden stattfinden wird, alleine für die Feuerwehr 10.000 Euro zu bezahlen. Hinzu kommen noch 6.300 Euro für die Rettungskräfte.

„Bei der Feuerwehr ist man uns sogar entgegengekommen"Christine Jäger

Jäger betont aber, dass sie den Einsatzkräften nicht den Schwarzen Peter in die Schuhe schieben will: „Bei der Feuerwehr ist man uns sogar entgegengekommen und verlangt nur 5.000 Euro. Ist ein Event aber ein Minus, sind die Ausgaben für uns einfach zu hoch“, sagt Jäger. Daneben fallen auch noch zehn Prozent Lustbarkeitsabgabe bei der Gemeinde Schönbühel-Aggsbach an.

Die erhöhten Gebühren will die Burgruine Aggstein allerdings auch nicht auf ihre Besucher abwälzen: „Damit verärgern wir unsere Gäste, die dann wiederum weniger bei den Händlern einkaufen, womit diese ebenso verärgert sind.“

In diesem Jahr werden noch alle Events wie geplant stattfinden. Nach dem Weihnachtsmarkt tagt dann der Verwaltungsrat, der sich der Frage stellt, ob Großevents auf der Burgruine einen Sinn machen.