Erstellt am 04. Mai 2016, 06:34

von Josef Christelli

15 Teilnehmer für Projekt notwendig. E-Car-Sharing-Modelle: Ladendorf und Neubau sind am Stromgleiter-System interessiert.

Die Firma Polke und die Windkraft Simonsfeld stellten E-Autos zum Probefahren zur Verfügung. Im Bild: Elisabeth Wimmer, Alfred Prinz, Robert Holzer, Georg Hartmann, David Kien, Werner Haas, Reinhard Schweiger, Manfred Hager und Probefahrer Josef Pillwein.  |  NOEN, Christelli

Ein Auto für alle und das umweltfreundlich: Die Gemeinde Ladendorf will einen Elektro-Pkw ankaufen und im E-Car-Sharing-Verfahren der Bevölkerung zur Verfügung stellen.

Bei einer Info-Veranstaltung im Gemeindezentrum waren viele Interessierte dabei und Bürgermeister Manfred Hager sowie die Initiatoren Robert Holzer und Werner Haas hofften auf viel Zuspruch.

Georg Hartmann, in seiner Funktion als Manager der Klima- und Energiemodellregion Leiserberge, hat viel Erfahrung mit E-Autos und besonders mit dem E-Car-Sharing. Er hat mit dem Gaubitscher Stromgleiter einen Riesenerfolg eingefahren und derzeit schon drei E-Autos auf Basis von E-Car-Sharing in der Gemeinde Gaubitsch laufen. Also stellte er das erfolgreiche Modell vor.

15 Personen gesucht

Es müssten sich 15 Personen oder Institutionen finden, die mit dem Mitgliedsbeitrag von rund 100 Euro im Jahr mitmachen. Der gefahrene Kilometer ist derzeit mit rund 15 Cent sehr günstig gegenüber eines Zweit-Pkws: „Oft steht ein Zweit-Auto zu Hause und wird kaum gefahren. Das kostet weit mehr!“, so Hartmann.

Er erklärte auch die einfache Handhabung: Per Smartphone ist die Reservierung des Fahrzeuges ganz einfach. Das Fahrzeug kann auch von Gemeinden, Firmen, Vereinen oder sonstigen Institutionen benutzt werden und da würde das Kilometergeld eingespart werden, weil mit dem „E-Gleiter“ weit billiger gefahren wird.

Die Verrechnung erfolgt über die Gemeinde und ist durch die genauen Aufzeichnungen nicht sehr aufwendig. Die Bezahlung erfolgt per Bankeinzug.

Biobauer und Landspeis-Betreiber Robert Holzer hat schon versucht, in Neubau so ein „E-Auto für alle“ zu installieren, steht derzeit bei sechs Interessenten und glaubt auch auf die notwendigen 15 Personen zu kommen: „Wenn wir zwei Autos kaufen und zwei versichern, ist die Verhandlungsbasis günstiger“, so hofft Robert Holzer, der sich auf seine Erfahrung in Richtung Bio und Umwelt beruft.