Erstellt am 05. Januar 2016, 11:08

von Ingrid Fröschl-Wendt

Ab in eisige Fluten!. Was in einer feuchtfröhlichen Nacht begann, entwickelte sich zum Publikumsmagneten bei Tageslicht.

 |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

Wenn man den Begriff Eisschwimmen hört, denkt man eher an Veranstaltungsorte wie Russland oder Finnland. Doch auch in Hanfthal wagten sich am Silvesternachmittag 17 unerschrockene Frauen und Männer in die eisigen Fluten des Mühlbachs.

Für das warm angezogene Publikum gab’s bei der humorvoll aufgezogenen Veranstaltung von Matthias Herbst und Ortsvorsteher Arno Hausensteiner Glühwein, Tee und heiße Würstel. Begonnen hat diese Tradition vor einigen Jahren, nach einer feuchtfröhlichen Silvesternacht. Das Eisschwimmen wurde daraufhin in der Neujahrsnacht wiederholt, doch bald wünschten sich die Teilnehmer auch Zuseher.

Minus zwei Grad und eisiger Wind

Nach einem ersten Versuch Ende 2014 stieg an diesem Silvesternachmittag eine große Party mit noch mehr freiwilligen Eiswasserschwimmern. Bei minus zwei Grad Außentemperatur und eisigem Wind, angefeuert von mehr als 100 Menschen, standen 17 Frauen und Männer an der Stiege zum altehrwürdigen Badeplatz am Mühlbach, auf der Höhe des Lindenhofes.

Auf ein Kommando stürzten sich die halbnackten Eisschwimmer todesmutig in die Fluten des eisigen Mühlbaches, um nach einem kurzen Bad zähneklappernd wieder aufzutauchen. Einige wenige wagten sogar noch einen zweiten Sprung ins kalte Wasser. Das Publikum war begeistert, und die Eisschwimmer, die sich bald darauf, warm verpackt und ausgestattet mit heißem Tee, unter die Zuschauer mischten, holten sich gerne die vielstimmige Bewunderung ab.