Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:03

von Josef Christelli

„Alles ist durchwühlt“. Schmuck, Bargeld, Golddukaten – all das wurde bei Einbrüchen am Donnerstagvormittag, 3. Dezember, erbeutet.

Die Einbrecher durchwühlten alle Kästen im Haus von Eva und Josef Ullram.  |  NOEN

Eine Einbruchsserie beschäftigt die Polizei im Weinviertel und verunsichert die Bevölkerung. Von Mistelbach über Zwentendorf, Eichenbrunn, Stronsdorf, Kammersdorf (Bezirk Hollabrunn) bis Laa zieht sich die Spur einer besonders dreisten Einbrecherbande. Sie verübt die Einbrüche nicht wie üblich bei Einbruch der Dunkelheit, sondern schlug in den konkreten Fällen am Donnerstagvormittag zwischen 9 und 12 Uhr zu.

In Zwentendorf drangen die Täter durch die Eingangstüre von der Hauptstraße ins Haus von Familie Ullram ein. Schmuck, Golddukaten und Mariatheresientaler aus Silber fielen den Verbrechern in die Hände. Josef Ullram und seine Gattin Eva waren kurz vor dem Einbruch zum Arzt gefahren.

Der Nachbar hat Josef Ullram angerufen, er hätte vergessen, die Tür zuzumachen. „Meine Frau war aber sicher, zugesperrt zu haben“, sagt Ullram. Darum bat er seinen Nachbarn Nachschau zu halten. Dabei entdeckte dieser die kaputte Tür. Die Ullrams alarmierten die Polizei. „Die Polizei war in Asparn unterwegs und vor uns dort“, erzählt Ullram.

"Einbruch muss bei Tageslicht gewesen sein"

In Eichenbrunn dürften die Täter abgewartet haben, bis die Hausbesitzerin mit dem Auto weggefahren ist, und haben dann zugeschlagen. Der Einbruch wurde erst bemerkt, als die Neichls am Abend von der Arbeit zurückkamen. Das Haus war durchwühlt, Bargeld fehlte: „Das muss bei Tageslicht gewesen sein. Das Fenster haben sie kaputt gemacht“, ist Gerald Neichl stinksauer.

Der Hergang des Einbruches in Zwentendorf dürfte so vor sich gegangen sein: Ein Auto mit Wiener Kennzeichen fuhr vor, ließ einen Mann aussteigen, der ging zum Haus und läutete Sturm. Der Wagen fuhr weiter, kam zurück, ein zweiter Mann stieg aus und brachte das Werkzeug.

Die Beiden brachen die Tür auf und verschwanden im Haus. Kurz darauf fuhr der Wagen wieder vor und nahm die Täter mit. „Das Zusperren der Polizeiposten trägt schon Früchte“, so ein sarkastischer Kommentar eines Asparners, als er von den Einbrüchen gehört hat.