Erstellt am 19. Februar 2016, 04:04

von Michael Pfabigan

"Angetreten, um Erster zu werden". SP-Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer besuchte den Bezirk.

Wahlkampfbesuch vor dem Wahlkampf: Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer besuchte den Bezirk. Im Bild: Alt-Bezirksvorsitzender Hubert Kuzdas, Rudolf Hundstorfer und Bezirksvorsitzende Melanie Erasim.  |  NOEN, Michael Pfabigan

Als Erster der Bundespräsidentschaftskandidaten stattete Rudolf Hundstorfer, Kandidat der SPÖ, dem Bezirk Mistelbach einen Besuch ab:

„Ich komme gerne in den Bezirk, was auch damit zusammenhängt, dass die Vorfahren meiner Frau aus Bad Pirawarth stammen“, gestand der Ex-Sozialminister im NÖN-Gespräch. Wie kommt man auf die Idee, Bundespräsident zu werden? „Wir sind vor einem Jahr in kleiner Runde zusammengesessen, da ist diese Idee entstanden“, erzählt Hundstorfer: „Es gibt ein historisches Zeitfenster, da muss man sich entscheiden, ob man’s tut oder nicht.“

Wie will er sein Amt anlegen? „Den sozialen Zusammenhalt im Land unterstützen, gegen den Abbau der Sozialleistungen arbeiten und vor und hinter den Kulissen für Österreich arbeiten“, kündigt der Sozialdemokrat an. Was würde er anders machen, als der amtierende Bundespräsident? „Jeder hat einen anderen Zugang zum Thema. Ich würde aktiver bei den Tagesthemen sein!“

Formal beginnt der Wahlkampf für das Rennen in die Hofburg zwar erst nach Ostern, de facto ist Hundstorfer schon jetzt intensiv in Österreich unterwegs: als Warm-up quasi.

Wen würde er sich als Gegner in der Stichwahl wünschen? Egal: „Ich sehe das nüchtern und pragmatisch: Man tritt an, um Erster zu werden!“

An den Details, wie der SPÖ-Bezirk den Wahlkampf anlegen wird, arbeitet man noch: „Es wird Veranstaltungen geben, wir sind noch in den Vorbereitungen“, will Bezirksvorsitzende Melanie Erasim noch nichts verraten.