Erstellt am 23. März 2016, 10:44

von Michael Pfabigan

Architekt setzt Maßstäbe: Viel Licht, Luft und Sonne. Ab 1. April werden die Bewohner ins neu errichtete Margareta- Heim am Platz der Generationen einziehen. Es ist ein Pflegeheim modernster Bauart.

Lokalaugenschein im neuen Margaretaheim: Direktor Andreas Strobl, Bezirkshauptmann Verena Sonnleitner, Bürgermeisterin Anna Steindl, Pflegeheime-Abteilungsleiter (Land NÖ) Otto Huber, Landtagsabgeordneter Manfred Schulz und Ulrichskirchens Bürgermeister Ernst Bauer.  |  NOEN, Michael Pfabigan

„Dieses Haus wurde für Menschen gebaut!“, stellte Otto Huber, für Landespflegeheime zuständiger Abteilungsleiter im Amt der NÖ Landesregierung klar, als er am 18. März das neue Margareta-Heim am künftigen Platz der Generationen besichtigte.

Nach vier Jahren Planung und Bau werden die bisherigen Bewohner des alten Margareta-Heimes am 1. April ihre neuen Zimmer beziehen. Der wesentliche Unterschied: Wurden bisher auch Bewohner mit Pflegestufe 1 bis 3 aufgenommen, so gibt es künftig in Wolkersdorf nur noch Zimmer für Menschen mit Pflegebedarf ab Stufe vier. „Wer schon bei uns wohnt, der übersiedelt mit. Neuaufnahmen gibt es aber keine mehr unter vier“, sagt Margaretaheim-Direktor Andreas Strobl, der weiß, dass sich damit auch die Klientel im Heim ändern wird. Und das führt zu ganz neuen Herausforderungen für das Pflegeteam.

Wesentliche Änderungen für Pflegeteam

Auch für das wird es wesentliche Änderungen geben: Denn das starre stationsorientierte Pflegekonzept im Althaus wird abgelöst durch ein Wohnen im Gruppen: 14 Bewohner werden eine Wohngruppe bilden, die gemeinsame Aktivitäten setzen soll - und beispielsweise auch bei der Zubereitung des Essens mithelfen wird: „Wir wollen Fähigkeiten durch das ständige Üben bewahren“, sagt Strobl: „Ein Pflegeheim ist kein Krankenhaus, hier wird gewohnt und nicht gepflegt!“

Auch architektonisch setzt das neue Haus Maßstäbe: „Wir haben versucht, möglichst mit natürlicher Beleuchtung in den Wohnbereichen auszukommen“, sagt Architekt Robert Rossmann. Entsprechend sind die Räume lichtdurchflutet, zentrales Element ist ein Lichthof. Die Gänge sind durchgängig, was den Bewohnern Spaziergänge im Haus ermöglichen soll. Vor jedem Zimmer gibt es eine Hausbank, wobei dieser Bereich mittels Schiebetür jederzeit vom öffentlichen zu einem privaten Bereich gemacht werden kann.

Insgesamt gibt es im neuen Margaretaheim Platz für 126 Bewohner, bisher waren es 98. Am Areal des bisherigen Heimes werden Wohnungen für Betreutes Wohnen errichtet werden.

Das Projekt

Untergeschoss: Technikräume, Platz für eine Werkstätte.

Erdgeschoß: Eingangsbereich, Verwaltung, Kapelle, Verabschiedungsraum, Küchentrakt und Caféteria.

Darüber: Drei baugleiche Stockwerke für Pflege und Wohnen für 42 Personen pro Etage, die je in drei Wohngruppen untergebracht sind.

Übersiedelung der Bewohner: 1. April. Die offizielle Eröffnung erfolgt am 25. Mai.