Erstellt am 29. September 2015, 11:52

von Sandra Frank

„Hausapotheke wird bleiben“. Nachdem der Sprecher des österreichischen Hausärzteverbandes seine Angst vor der Schließung der Hausapotheke in Asparn äußerte, reagieren Betreiber der St. Martins Apotheke.

Neue-apotheke: Die St. Martins Apotheke will ihren Standort in Mistelbach an den Stadtrand, zum Sparmarkt, verlegen.  |  NOEN, Pfabigan
„Fakt ist: Die Hausapotheke in Asparn kann bleiben, egal, was passiert“, stellt Apotheker Klaus Dundalek klar, dass die Verlegung der St. Martins Apotheke in Mistelbach an den Stadtrand ins neue Interspar-Gebäude, die bestehende Hausapotheke in keiner Weise gefährdet. Dundalek gibt aber zu, dass es in zehn bis 15 Jahren dazu kommen könnte, dass der Standort verlegt werden muss, wenn der betroffene Hausarzt seinen Ruhestand antritt.

Dies ist genau das, was Wolfgang Geppert, Sprecher des österreichischen Hausärzteverbandes, befürchtet. Der Grund dafür: Der Abstand zwischen den beiden Eingangstüren der Apotheken 5.930 Meter. Das sind um 70 Meter zu wenig. Denn der gesetzlich vorgeschriebene Abstand von einer Hausapotheke zu einer Öffentlichen muss 6.000 Meter betragen. „Es kann sein, dass es dann zu einer Ausnahmegenehmigung kommt. Aber das kann ich nicht sagen, das muss dann die Bezirkshauptmannschaft entscheiden“, sagt der Apotheker.

x  |  NOEN, Pfabigan
Ob die Apotheke seiner Mutter Irmgard Dundalek tatsächlich verlegt wird, steht derzeit noch nicht fest. Das Ansuchen liegt bei der BH auf, die Einspruchsfrist läuft noch bis 13. Oktober. Für Dundalek liegen die Vorteile der Standortverlegung klar auf der Hand: „Es wird eine Verbesserung für die Bevölkerung.“ Die Versorgung der Gemeinden Hüttendorf, Gnadendorf, Ladendorf oder auch Asparn werde durch den neuen Standort verbessert.

„Man spart sich so den Weg ins Zentrum und kann außerdem den täglichen Einkauf mit den Gang zur Apotheke verbinden“, berichtet der Apotheker. Man könne nicht nur leichter zufahren, die Gemeinden haben auch näher zur neuen Apotheke. „Das ist ganz klar eine Verbesserung“, ist Dundalek zuversichtlich, was den neuen Standort betrifft. Die Bauarbeiten am neuen Interspar beginnen in diesen Wochen, im Herbst 2016 soll der Neubau eröffnet werden.