Asparn an der Zaya

Erstellt am 27. April 2017, 05:30

von NÖN Redaktion

Neue Attraktion: Lernen beim Arbeiten. Im MAMUZ-Freigelände wird eine keltische Glasbläserwerkstatt für experimentalarchäologische Forschungen errichtet.

Alte Glaskunst: Gerhard Putzgruber fertigt einen Glasarmreif - bald kann man derartige Kunstfertigkeiten auch im MAMUZ Asparn sehen. Denn in der kommenden Woche wird eine keltische Glasbläserwerkstätte errichtet – und Interessierte können dabei zusehen.  |  NOEN, MAMUZ

Die Kelten waren meisterliche Handwerker und wussten schon in Perfektion Schmuck aus Glas herzustellen. Wie sie das gemacht haben, lässt sich künftig im MAMUZ Schloss Asparn erfahren. Vom 28. April bis 1. Mai wird im archäologischen Freigelände des MAMUZ Schloss Asparn eine Glasbläserwerkstätte errichtet. Gäste können an diesem Wochenende mit dabei sein, wenn der Ofen Formen annimmt.

Seit Jahren bemühen sich Experimentalarchäologen, die Herstellungstechniken der keltischen Glasmacherkunst durch praktische Versuche zu rekonstruieren und so die Geheimnisse der alten Meister zu ergründen. Unter der Leitung von Gerhard Putzgruber ist es einer Arbeitsgruppe aus Elsarn im Straßertal nach zehn Jahren intensiver Arbeit erstmals in Europa gelungen, die Glasperlen und -armreifen der Kelten mit authentischer Technologie nachzubilden.

Modell einer keltischen Glasmacherwerkstätte

Archäologen der Universität Wien errichten zusammen mit der Arbeitsgruppe aus Elsarn ein idealisiertes Modell einer keltischen Glasmacherwerkstätte im Maßstab 1:1 im archäologischen Freigelände des MAMUZ Schloss Asparn. Dabei werden vor allem Materialien und Werkzeuge eingesetzt, die bereits den Menschen der jüngeren Eisenzeit zur Zeit der Kelten zur Verfügung standen.

Der neue Glasofen wird jetzt schrittweise errichtet und nach der erforderlichen Trocknungszeit von einigen Wochen werden im Sommer 2017 das erste Mal Glasringe und –armreifen in Asparn produziert werden.