Asparn an der Zaya

Erstellt am 02. Juli 2016, 05:00

von Ingrid Fröschl-Wendt

Proben zu "Braunschlag" . Michael Rosenberg und sein Schauspielerteam entdecken bei den Proben zu „Braunschlag“ neue Seiten an sich.

Derzeit wird bereits intensiv am neuen Filmhof-Theater „Braunschlag“ geprobt: Manuel Witting, Christian Strasser, Franziska Hetzel und Michael Rosenberg.  |  Rafa Noha

„Eigentlich spielen wir die Menschen nicht, wir leben sie“, sagt Michael Rosenberg über die Proben zum neuen Filmhof-Stück „Braunschlag“, das nach der David Schalko-Fernsehserie von Stefan Vogel zu einem Theaterstück umgeschrieben wurde.

"Komik entsteht aus tiefem Ernst"

Das wäre an und für sich ein positives Vorhaben, wenn die Charaktere nicht so schräg wären. Doch Michael Rosenberg hält nichts für überzeichnet. „Genauso sind die Menschen, ich kann das immer wieder beobachten. Auch hier in Asparn. Natürlich ist das im Stück verdichtet. Und eigentlich entsteht die Komik aus einem tiefen Ernst!“

Darum wird an diesem Stück auch ganz anders gearbeitet und Intendant Rosenberg hält Regisseur Hakon Hirzenberger für die ideale Wahl. „Hakon bringt uns dazu, die Figur aus uns selbst heraus zu holen. Darum war es auch so wichtig, dass richtig besetzt wird und dass die Schauspieler selbst ganz nah an der Figur dran sind.“

"Stück ist sehr filmisch geschrieben"

Dass Rosenberg selbst einen autoritären Polizisten spielt, stimmt ihn manchmal ein wenig nachdenklich. „Aber ich glaube, zum Teil bin ich wirklich so. Während des Spiels bin ich auf jeden Fall ganz in der Rolle drin, dann bin ich wirklich der Polizist.“

„Das Stück ist sehr filmisch geschrieben,“ sagt der Filmhof-Chef, „anders als das vorige Stück, Bella Donna. Das war ein Pointen-Feuerwerk. Hier muss viel mehr auf die Emotionen geachtet werden, dass sie stimmen. Aber das ist Theater, so wie ich es liebe.“

"Dialoge machen Reiz aus"

Aber ganz so ernst wie Michael Rosenberg seine Figur erklärt, wird es im Endeffekt aber nicht auf der Bühne wirken. „In diesen ganzen schrägen Typen steckt so viel Humor drin, rabenschwarzer Humor. Denn eigentlich ist der Plot ja sehr dünn. Aber es sind die skurrilen und durchgeknallten Dialoge, die den Reiz des Stückes ausmachen. Ich bin schon echt gespannt, wie das beim Publikum ankommt“, sagt Rosenberg.

Karten & mehr

Karten gibt es am Filmhof Weinviertel oder bei Ö-Ticket. Premiere ist am 12. Juli, gespielt wird bis 20. August.

Infos: www.filmhof.at