Erstellt am 12. Mai 2016, 06:04

von Michael Pfabigan

Aufgaben der Polizei. In der Vorwoche wurden die Mistelbacher Rekruten angelobt, am vergangenen Sonntag wurden sie schon zum Assistenzeinsatz nach Kärnten verlegt.

Sonderausbildung an der Pistole: Die Mistelbacher Aufklärer wurden vor ihrer Verlegung an die Kärntner Grenze an der für sie ungewohnten Waffe ausgebildet: Tobias Pistora, Johann Sperk, Bernhard Wolkensteiner, Marvin Fischer, Dominik Klaus und Truppkommandant David Zenger.  |  NOEN, Michael Pfabigan

Halb ausgebildete Burschen in den Einsatz schicken?

Stimmt nicht: Denn die Rekruten des Jänner-Einrückungstermines hatten einen denkbar späten Angelobungstermin gehabt.

Ihr Quartier bezogen die 76 Chargen und Rekruten, die 28 Unteroffiziere und drei Offiziere aus der Mistelbacher Bolfras-Kaserne in Klagenfurt, Einsatzraum ist der Bereich zwischen Loiblpass und dem Kärntner Dreiländereck.

Ihre Aufgaben sind Personen- und Kfz-Kontrollen an Grenzübergängen und Patrouillen an der Grünen Grenze nach Slowenien.

Dabei übernehmen die Soldaten die Befugnisse der Polizei, was auch der Unterschied zu früheren Einsätzen an der burgenländischen Grenze ist: Dort wurde die Grenze maximal beobachtet. Im Kärnteneinsatz sammeln die Soldaten illegale Grenzgänger ein und bringen sie in Sammelzentren.

„Wir sind die erste Einheit, die auch mit Grundwehrdienern in den Einsatz geht“, sagt Offizier Herwig Graf, entsprechend wurden die jungen Soldaten auch für ihren Einsatz vorbereitet: Extraeinheiten gab es bei Personen- und Kfz-Kontrollen, Nahkampf-Wissen wurde aufgefrischt.

„Unsere Soldaten sind im Einsatz alle mit der Pistole Pi80 und mit Pfefferspray ausgerüstet“, sagt Graf. Die Handhabung von beiden – Standardbewaffnung der Aufklärer ist das Sturmgewehr – musste erst perfektioniert werden.

Wie lange wird der Assistenzeinsatz in Kärnten dauern? „Unsere Burschen rüsten mit 10. Juli ab. Also gehen wir davon aus, dass wir Mitte Juni abgelöst werden“, sagt Graf. Die Details zum Einsatz folgen erst.