Erstellt am 12. Dezember 2015, 05:03

von Josef Christelli

Bahnsperre wegen Ausbauarbeiten. Zwischen Juli und September gibt es wieder Schienenersatzverkehr.

Der Bahnhof Ladendorf wird aufgewertet. Josef Böschatt und Karl Mechtler hoffen auf mehr Sicherheit am Bahnhof und auf der B40.  |  NOEN, Josef Christelli

Bei einer ÖBB-Fahrplan-Info der Ladendorfer Pendlerinitiative (LPI) im Café-Restaurant Steiners Annenheim erfuhren die rund 35 interessierten Pendler, inklusive einiger Gemeindevertreter, interessante Neuigkeiten. Die LPI hatte drei ÖBB-Manager eingeladen, die Referate hielten.

Mit der Fahrplanänderung sollten fünf Züge gestrichen werden, nach intensiven Verhandlungen sind jetzt in Ladendorf vier Halte mehr am Fahrplan.

"98 Prozent der Züge sind pünktlich"

Lob gab es auch für die ÖBB: „98 Prozent der Züge sind pünktlich oder mit unter vier Minuten Verspätung“, so Josef Böschatt. Die Ankunftstakte wurden leicht verändert, in Richtung Mistelbach auf die Stunde und 22 Minuten und in Richtung Wien auf Minute 47:

„Mit der Vollinbetriebnahme des Hauptbahnhofes Wien werden die Regionalzüge über die Haltestelle Wien-Praterstern hinausgeführt. Dadurch kommt es zu weiteren Fahrzeitverkürzungen für unsere Pendler, da ein Umstieg auf einen nachfolgenden Zug nicht mehr erforderlich ist“, freut sich Obmann Karl Mechtler.

Die LPI kennt auch schon Details zu den geplanten Bauarbeiten: Vom 25.7. bis 4.9.2016 sollen die Gleisanlagen Schleinbach bis Neubau-Kreuzstetten sowie die Bahnsteige in Hautzendorf und Niederkreuzstetten erneuert werden. Es wird eine Totalsperre geben und von Wolkersdorf bis Laa wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen geführt.

Künftig Kreuzungsbahnhof

Ein Riesenthema ist die Sicherheit im Bahnhofsbereich Ladendorf, weil dieser künftig ein Kreuzungsbahnhof sein wird. Das heißt: Beide Züge stehen im Bahnhof, der Zug auf Gleis 3 muss warten bis alle Passagiere über den Gleisübergang zum Parkplatz oder zum Gehsteig gegangen sind. Weil die Züge aber auch mit Rotlicht angehalten werden, sieht man derzeit bei der LPI die Sicherheit gewährleistet.

Größere Sorgen bereitet den Pendlern der Übergang über die B 40, weil dort kein Fußgängerübergang vorhanden ist. Die Ortsstraße beim Bahnhof ist eng und stellt das Nadelöhr von Ladendorf dar. Autos sind meist viel zu schnell unterwegs und nehmen auf querende Fußgänger keine Rücksicht: „Ein Wunder, dass noch nichts passiert ist“, so die LPI.

Die LPI hat Bürgermeister Hager die Mithilfe bezüglich Planung und Sicherheit B40 angeboten. Bisher wurde dieses Angebot nicht in Anspruch genommen.