Erstellt am 08. November 2015, 09:12

von APA/Red

Baubeginn beim Windpark Paasdorf-Lanzendorf. Der Windpark Paasdorf-Lanzendorf ist ein Kooperationsprojekt der EVN und der ImWind und liegt in der Gemeinde Mistelbach.

 |  NOEN, EVN
EVN und ImWind errichten im Weinviertel den Windpark Paasdorf-Lanzendorf. Das Investitionsvolumen des Kooperationsprojekts in der Gemeinde Mistelbach beträgt 60 Mio. Euro. Die elf Anlagen mit einer Gesamtleistung von 35,2 Megawatt sollen in einem Jahr in Betrieb gehen.

Laut einer Aussendung der EVN werden durch den Windpark künftig jährlich knapp 50.000 Tonnen CO2 eingespart. Die Planung erfolge in enger Abstimmung mit den Gemeinden, der Bevölkerung und naturschutzrechtlichen Experten, betonten EVN-Vorstandssprecher Peter Layr und ImWind Geschäftsführer Thomas Huemer. Derzeit werden Wege gebaut, Fundamente ausgehoben und betoniert, ab Februar 2016 die Türme und ab Juni die Anlagen errichtet.

Windkraft-Ausbau schreitet zügig voran

Der niederösterreichische Energieversorger EVN AG investiert der Aussendung zufolge in den nächsten vier Jahren rund eine Milliarde Euro in Versorgungssicherheit, erneuerbare Energie und sauberes Trinkwasser inNiederösterreich. Die 100-Prozent-Tochter EVN Naturkraft ist unter anderem Errichter und Betreiber von insgesamt 72 Wasserkraftwerken und 121 Windkraftanlagen. Alleine die Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 250 Megawatt decken den Strombedarf von rund 150.000 Haushalten. Das 1994 von Johannes Trauttmannsdorff gegründete Unternehmen ImWind mit Sitz in Pottenbrunn/St. Pölten errichtet und betreibt Windparks in Österreich.

"Der Windkraft-Ausbau in Niederösterreich schreitet zügig voran und ist wichtiger Bestandteil des 'NÖ Energiefahrplans 2030'. Diese elf Windräder erzeugen umweltfreundlichen Naturstrom für mehr als 25.000niederösterreichische Haushalte", sagte Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP).

Das Bundesland hat nach Angaben vom Donnerstag das bis Jahresende 2015 angestrebte Ziel "100 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie" erreicht. 59 Prozent kommen demnach aus Großwasserkraft, 26 aus Windkraft, neun aus Biomasse, vier aus Kleinwasserkraft und zwei Prozent aus Photovoltaik.

Im Bezirk Mistelbach habe die Windkraft bereits Tradition, meinte Bürgermeister Alfred Pohl (ÖVP): "Wir leben in einer Region mit hervorragenden Windverhältnissen, die wir sinnvoll nutzen möchten."