Erstellt am 27. April 2016, 03:00

von Michael Pfabigan

Bernard: „Kandidat für alle Normaldenkenden!“. FPÖ-Kandidat Norbert Hofer holt in allen Gemeinden bis auf zwei die Mehrheit, in Rabensburg die Absolute.

Blaue Wahlanalyse: Bei einem spontanen Treffen am Wahlabend träumten die FPÖler um Bezirks-Chef Michael Bernard (11.v.l.) vom ersten FPÖ-Bundespräsidenten.  |  NOEN, zVg

Zumindest für einen Wahlabend wurde der erzschwarze Bezirk kornblumenblau gefärbt: Bei der Bundespräsidentenwahl holte FPÖ-Kandidat Norbert Hofer bis auf Falkenstein und Fallbach in allen Gemeinden eine Mehrheit, in der SPÖ-Hochburg Rabensburg sogar mit absoluter Ausführung: 37,6 Prozent der Mistelbacher stimmten für Hofer.

„Die Bevölkerung hat genug von der SPÖ- und ÖVP-Politik“, ist FPÖ-Bezirksobmann Michael Bernard überzeugt. Hofer sei ein Kandidat, der die Sprache des Volkes spreche. Nach diesem Etappensieg ist er sicher, dass Hofer auch am 22. Mai die Stichwahl gewinnt.

"Haben keine Erklärung für Wähler-Wechsel"

In der Stichwahl wird der FPÖ-Mann gegen Alexander van der Bellen antreten. Die Grünen schlugen sich im Bezirk unterdurchschnittlich und wurden gar nur Vierte. „Ich habe noch keine Erklärung dafür, dass so viele in das blaue Lager gewechselt sind“, staunt Grüne-Bezirkssprecher Christian Schrefel über den blauen Vorsprung im Ergebnis.

Warum beim eigenen Ergebnis die Schere zwischen Umfragen und Wahlergebnis derart groß war, kann er nicht sagen: „Unsere Angst war, dass das große Ausloben von van der Bellen dazu führt, dass unsere Wähler nicht wählen!“

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