Erstellt am 22. November 2017, 05:00

von Michael Pfabigan

Schulz, Hackl & Nikodym als Kandidaten fixiert. ÖVP und SPÖ kämpfen um Direktmandate im Landtag, SPÖ hofft auf rote Landesliste.

Die ÖVP-Kandidaten: Ingrid Meister, Karin Gepperth, Christoph Graf, Anita Schwalm, Daniela Künzl, Kurt Hackl, Roman Frühberger, Manfred Schulz, Doris Kellner, Josef Hager, Richard Schober, Dora Polke, Herbert Eidelpes, Jochen Glanznig, und Manuela Leisser.  |  zVg

Am 28. Jänner wählt Niederösterreich einen neuen Landtag – und die Parteien bringen ihre Kandidaten in Stellung. Denn bis auf die FPÖ haben alle fix antretenden und im Landtag vertretenen Fraktionen bereits ihre Regionalkandidaten benannt.

15 Namen auf ÖVP-Liste

Die ÖVP wird mit ihren beiden Landtagsabgeordneten Manfred Schulz und Kurt Hackl – die Reihung ergibt sich aus dem Vorzugsstimmenergebnis bei der Landtagswahl 2013 - an der Spitze in die Wahlauseinandersetzung gehen. Bezirksparteiobmann und Landesrat Karl Wilfing wird als Regierungsmitglied auf der Landesliste kandidieren.

Insgesamt stehen auf der Liste der ÖVP 15 Namen: „Für die Kandidatinnen und Kandidaten der Volkspartei gibt es keine fixe Reihung, jede Vorzugsstimme ist gleich viel wert. Nur in der Volkspartei NÖ wird sichergestellt: Wer die meisten Vorzugsstimmen erhält, wird auch in den Landtag einziehen“, stellt Bezirksparteiobmann Karl Wilfing klar.

Bei der SPÖ, die die Kandidatenliste bereits mit jener für die Nationalratswahl beschlossen hatte, wird Christian Nikodym als Spitzenkandidat in die Wahl gehen. Melanie Erasim, Bezirksvorsitzende und Neo-Nationalrätin, verzichtet auf ihren ursprünglichen Listenplatz Eins und reiht sich als Unterstützerin am Ende der Liste ein.

Die Grünen Kandidaten: Thomas Falch, Andreas Strohmayer, Magdalena Frey, Christian Schrefel, Roman Kellnreitner, Martina Pürkl und Herbert Weinwurm.  |  zVg

Will Nikodym: "Sehe meine Chancen fifty-fifty“

Ein Direktmandat ist für die SPÖ im Bezirk eher unwahrscheinlich. Will Nikodym eine Chance für ein Landtagsmandat haben, so muss er auf die Landesliste hoffen. „Ich sehe meine Chancen fifty-fifty“, sagt der begeisterte Kommunalpolitiker Nikodym: „Ich werde auch 120 Prozent geben, wenn ich keine Chance habe. Vielleicht komme ich erst in fünf Jahren zum Zug, vielleicht schon früher!“

Die sozialdemokratischen Ziele bei der Landtagswahl 2018? Im Land die Absolute der ÖVP brechen, im Bezirk wieder den Sprung über 20 Prozent schaffen. 2013 hatten die Sozialdemokraten eine historische Niederlage hinnehmen müssen.

Bei den Grünen führt, wie schon bei den vergangenen Wahlen, Bezirkssprecher Christian Schrefel die Wahlkreisliste an. Noch keine Kandidaten hat die FPÖ: „Die werden Ende November bestimmt“, sagt Bezirksobmann Michael Bernard.

Fix antreten wollen die NEOS – zuvor müssen sie allerdings die notwendigen Unterstützungserklärungen sammeln. Dafür haben sie noch bis kurz vor Weihnachten Zeit und die benötigten 50 Stück sollten kein Problem sein: „Selbstverständlich ist auch bei der Landtagswahl mit uns zu rechnen“, sagt Nationalratswahl-Spitzenkandidatin Daniela Gschwindl. Die Wahlkreis-Wahllisten werden erstellt, wenn das Antreten fix ist.

Einigkeit, wie beim Wahltermin, der erstmals von allen Parteien im Landtag gemeinsam beschlossen wurde, herrscht auch bei der Dauer des Wahlkampfes: „Wir haben mit dem Bundespräsidenten- und Nationalratswahlkampf die längsten und sehr konfliktreiche Wahlkämpfe hinter uns – wir in der Volkspartei werden jedenfalls 2017 durcharbeiten und 2018 einen kurzen dreiwöchigen Wahlkampf führen“, sagt Parteiobmann Wilfing: „Damit können wir rasch wieder für Niederösterreich und den Bezirk Mistelbach weiterarbeiten. Wir wollen, dass für NÖ sowohl 2017 als auch 2018 im Zeichen der Arbeit stehen.“

Die Kandidaten der SPÖ: Susanne Seidl, Katrin Nießler, Martin Wüzl, Claudia Musil, Albert Bros, Christian Nikodym, Melanie Erasim, Franco Gullo, Susanne Wohner, Robert Vielnascher, Hans-Peter Vodicka, Renate Knott, Erwin Mayer, Gabriela Schubtschik. Nicht am Bild: Amanda Antrey.  |  zVg