Erstellt am 30. Januar 2016, 04:48

von Ingrid Fröschl-Wendt

Braunschlag, mitten im Weinviertel. Der Filmhof Weinviertel bringt heuer die Theater-Version der kultig-schrägen Fernsehserie auf die Bühne.

Michael Rosenberg spielt in der diesjährigen Theaterproduktion des Filmhofes Weinviertel »Braunschlag« den Bürgermeister Gerhard Tschach.  |  NOEN, Martin Hesz
Wir wissen nicht, was passieren wird“, Michael Rosenberg grinst trotzdem. Diesen Sommer ist das Theaterprojekt des Filmhofs Weinviertel eine besonders spannende Herausforderung. „Braunschlag“, die berühmte ORF-Fernsehserie, wird von Stephan Vogel, dem Autor des Vorjahreserfolgs „Bella Donna“, derzeit für die Bühne adaptiert.

Die besondere Spannung liegt darin, einen Handlungsbogen zu erzeugen, der in zwei Stunden das erzählt, wofür die Serie acht Folgen Zeit hat, ohne wichtige Handlungsstränge auszulassen. Die Schauspieler müssen außerdem in einer Kulisse nur mit der Kraft ihrer Präsenz wandelnde Schauplätze einer Fernsehserie ausgleichen.

Aber Rosenberg macht sich da wenig Sorgen. Gerade das ist ja das Interessante an seinem Beruf. Und er ist von Profis umgeben. Einer davon ist er selbst.

Premiere am 12. Juli

Diesmal spielt er eine der beiden Hauptrollen: den Bürgermeister Gerhard Tschach, die Rolle Palfraders. Sein Gegenstück, der Diskothekenbesitzer Richard Pfeisinger, im Film Nicholas Ofczarek, ist nun Christian Strasser, aus TV-Serien wie „4 Frauen und ein Todesfall“ oder „Soko Kitzbühl“ bekannt.

Auch die Frauenriege kann mit Kalibern aufwarten. Doris Hindinger, schon mehrfach am Filmhof zu sehen, spielt die Bürgermeistersgattin Herta Tschach und Elfie Pfeisinger ist Angelika Nidetzky, Star aus „echt fett“, die aktuell mit ihrem Projekt „Kalahari Gemsen“ für Furore sorgt. Der Apostolische Visitator Banyardi ist der neue Shootingstar der Wiener Theaterszene Julian Loidl.

Und wie schon einige Jahre vorher wird wieder ein Orchester auf der Bühne sitzen: Das „volkskunstorchester“ von Fritz Rainer wird mit schrägen Tönen von Brass bis Jazz die schräge Atmosphäre noch unterstützen.
Premiere ist am 12. Juli, gespielt wird 17 Mal. Und auch wenn selbst der Intendant noch nicht genau weiß, wie es wird, das Publikum vertraut ihm, denn der Kartenvorverkauf laufe bereits prächtig an.

 


Programm

Gutes verspricht auch das restliche Programm des Filmhofes. Die Kabarett-Linie hat diesmal ganz besondere Stars zu bieten: Thomas Stipsits & Manuel Rubey, zwei der Stars aus der Filmfassung von Braunschlag, kommen mit ihrem Kabarett „Gott & Söhne“ gleich zwei Mal (21. Mai und 30. September). Stipsits ist mit Uli Bäer und Willi Ganster auch musikalisch noch einmal da: „Von Danzer bis Stinatz“ (3. November), Roland Dürniger bringt eine Fortsetzung seiner Vortragsreihe: „Weltfremd?“ (28. Mai), und Nina Hartmann spielt mit O. Lendl „Match me if you can“ (26. August).