Erstellt am 25. November 2015, 05:28

von Ingrid Fröschl-Wendt

Gemeinsamer Auftritt als Wohnstandort. Das Land um Laa will vermehrt kooperieren. Vernetzung der Bauämter erleichtert die Administration.

Die Bürgermeister des Landes um Laa rücken in puncto Kooperationen enger zusammen: Herbert Harrach, Karin Gepperth, Brigitte Ribisch, Alois Mareiner, Erni Rauscher, Obmann Manfred Fass, Matthias Hartmann, Geschäftsführer Karl Nagl, Leopold Richter, Josef Windpassinger und vorne Leopold Muck und Josef Kerbl.  |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

„Wir sind auf einem guten Weg. Einiges wurde im Rahmen dieses Prozesses bereits umgesetzt“, sagte Laas Bürgermeisterin Brigitte Ribisch beim letzten Treffen der Bürgermeister-ARGE Land um Laa. „In diesem Jahr haben wir bereits einige Themen erfolgreich abgearbeitet.“

Bei einer Klausur aller elf Bürgermeister des Landes um Laa am Wochenende wurden die bisherigen Schritte evaluiert und der weitere Weg vorgezeichnet. Im Zentrum steht der Kampf gegen die demoskopische Entwicklung der Peripherie, soll heißen: die Ausdünnung ländlicher Gemeinden in Richtung Speckgürtel Wien.

Die Ortschefs sind sich einig: Sie müssen zeigen, wie attraktiv das Land um Laa als Wohnstandort ist. Nur so könne die wichtige Infrastruktur der Gemeinden, wie Schulen, Kindergärten, Ärzte, Nahversorger erhalten werden.

Wohnangebote auf einen Blick

Damit das Land um Laa sich geschlossen als Wohnstandort vermarkten kann, müsse zuerst das Angebot evaluiert werden. So wollen die Gemeinden einen Info-Pool schaffen, in dem potenzielle Zuzügler Wohnangebote auf einen Blick sehen können. Parallel dazu sollen die Attraktivitäten der jeweiligen Wohnstandorte herausgearbeitet werden, um Interessierte auf den Geschmack zu bringen, ins Land um Laa zu ziehen.

Erreichen wollen die Bürgermeister sowohl ihre Bürger als auch Touristen. Bereits funktionierende Beispiele sind die Heurigenbroschüre oder neue Folder über den Advent im Land um Laa, der sämtliche Adventveranstaltungen der Region beinhaltet.

Neben der gemeinsamen Vermarktung als Wohnstandort soll auch die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit forciert werden. Begonnen wird mit dem Bauwesen und der Beschaffung. Die Kooperation der Bauämter vereinfacht die Abwicklung von Bauprojekten, bietet Rechtssicherheit, der Bauerweber erspart sich Zeit und Kosten.

Ist dieses erste Projekt erfolgreich auf Schiene gebracht, dann werden weitere Kooperationen in Angriff genommen.