Erstellt am 06. April 2016, 05:04

von Michael Pfabigan

Clemens Hickl ist neuer Bezirksstellenleiter. Clemens Hickl wurde zum neuen Bezirkschef des Roten Kreuzes gewählt. Er will internes Klima verbessern. MISTELBACH / Führungswechsel beim Bezirks-Roten-Kreuz Mistelbach: Clemens Hickl wurde zum neuen Bezirksstellenleiter gewählt.

Der neue Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Mistelbach, Clemens Hickl mit dem Altbezirksstellenleiter Klaus Schütz sowie die neuen Leitungsmitglieder Roman Peiritsch, Michael Edlinger, Irene Scherner, Jürgen Isensee und Gregor Bartl nach der Neuwahl.  |  NOEN, Johann Hochleithner

Alle fünf Jahre wird in den Bezirksstellen des Roten Kreuzes neu gewählt. Sie sollen den Verein gemäß den Statuten und im Sinne der freiwilligen Mitglieder führen.

Hickl: "Erneuerung der Betriebsphilosophie" 

Mehr als 15 Jahre war nun schon Klaus Schütz als Bezirksstellenleiter für das Rote Kreuz, Bezirksstelle Mistelbach und die eingegliederten acht Ortsstellen verantwortlich. Ihm gelang es in dieser Zeit, trotz der nicht immer leichten Verhandlungen mit verschiedenen Krankenkassen und auch sonstiger Probleme, die größte Bezirksstelle in Niederösterreich sowohl finanziell als auch administrativ positiv zu führen.

Mit dem neuen Rettungssystem, das das Land plant, werden aber die geforderten fachlichen, administrativen und finanziellen Aufgaben immer größer. Clemens Hickl - seit drei Jahren Bereichskommandant des Weinviertels - hat sich nach einem Gespräch mit Klaus Schütz entschieden mit einem großteils jungen, reformfreudigen Team bei der Bezirksstellenleitungswahl als zweiter Vorschlag zu kandidieren.

"Nicht über, sondern mit den Mitgliedern reden"

Bei der Neuwahl konnte nun dieses Team eindeutig den Wahlsieg erringen. Wichtig ist Hickl aber, dass es kein Misstrauen gegen den amtierenden Bezirksstellenleiter war. „So wie in großen Betrieben gehört es auch bei einem so wichtigen Hilfsverein, wie dem Roten Kreuz dazu, dass es nach mehreren Jahren immer wieder zu einer Erneuerung der Betriebsphilosophie kommen soll“, so Hickl. Für ihn und sein Team muss in den nächsten Jahren aber auch der Zusammenhalt zwischen hauptamtlichem und freiwilligen Personal, Zivildienern und gewählten Funktionären verbessert werden. „Wir wollen nicht über, sondern mit den Mitgliedern reden“, ist sein Leitspruch.

„Wir haben schon öfters bewiesen, dass das Rote Kreuz Mistelbach sehr gute und in die Zukunft denkende Mitarbeiter hat“, ist die Aussage des gesamten Teams. „Gerade im Notarztsystem waren wir hier die Vorreiter für Niederösterreich.“ Das soll fortgesetzt werden.


Zahlen und Fakten

  • Acht Ortsstellen – Gerasdorf, Wolkersdorf, Kreuzstetten, Mistelbach, Poysdorf, Drasenhofen, Großkrut, Bernhardsthal
    Ehrenamtliche Mitglieder: 560
    Hauptberufliche Mitarbeiter: 13
    Zivildiener: 25
    Ab 2016 kommen auch Personen für das freiwillige Sozialjahr zur Bezirksstelle Mistelbach

  • Neue Bezirksstellenleitung:
    Bezirksstellenleiter: Clemens Hickl; 1. Stellvertreter: Michael Edlinger; 2. Stellvertreter: Roman Peiritsch; Kassierin: Irene Scherner; Schriftführer: Gregor Bartl; Kassier-Stv: Jürgen Isensee; Schriftführer-Stv: Silvia Jörgensen;

  • Delegierte zur Generalversammlung: Angelika Irensee, Marion Kraft, Maria Mauser, Roland Walter, Gerhard Schweng, Johannes Freudhofmaier, Peter Pavlecka, Alfred Vielnascher, Michael Edlinger, Roland Gahr

Interview mit Clemens Hickl

In der Vorwoche wurde Clemens Hickl zum neuen Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes in Mistelbach gewählt. Er setzte sich in der Abstimmung gegen Amtsinhaber Klaus Schütz klar durch.

NÖN: Warum wollten Sie Bezirksstellenleiter werden?
Clemens Hickl: Um etwas zu verändern. Es kommen wichtige Aufgaben auf uns zu, da ist es Zeit um zu agieren und nicht nur zu reagieren.

Was werden die ersten Herausforderungen sein?
Hickl: Der Zusammenhalt einerseits zwischen den Freiwilligen, Hauptberuflichen und Zivildienstleistenden als auch zwischen den gewählten Funktionären, Kommando und beruflichen Führungskräften muss in den nächsten Jahren spürbar verbessert werden.

Was ist die Stärke des RK?
Hickl: Wir machen viel Gutes und werden in Zukunft viel öfters darüber reden. Unser Kapital sind unsere 560 Freiwilligen und 13 Hauptberuflichen Mitarbeiter sowie die 25 Zivildiener.